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Netzpolitik

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netzpolitik.org ist ein Blog und eine politische Plattform für Freiheit und Offenheit im digitalen Zeitalter. Thema sind die wichtigen Fragestellungen der digitalen Welt und wir zeigen Wege auf, wie man sich selbst mit Hilfes des Netzes für digitale Freiheiten engagieren kann.
Aktualisiert: vor 3 Stunden 43 Minuten

Happy Sysadmin-Day

30. Juli 2010 - 19:42

Heute ist der Sysadmin-Day. An diesem Tag darf und sollte man sich bei allen Systemadministratoren bedanken, die das Internet und unsere jeweiligen Infrastrukturen am laufen halten. Daher: Danke! Zum weiteren Dank darf man den Keller durchlüften und bei Bedarf eine Höhensonne installieren (lassen).

Um zu verstehen, was Sysadmins täglich machen, eignet sich dieser Ausschnitt aus der vierten dritten Staffel der IT-Crowd, wo das Internet handlich präsentiert wird (Auf englisch ist das viel etwas cooler, aber da gibts nur den ersten Teil der Story.):



Vorratsdatenspeicherung in 6 EU-Staaten nicht umgesetzt

30. Juli 2010 - 15:09

Der Glückwunsch des Monats geht an Österreich, das gerade vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde, weil es die Vorratsdatenspeicherung noch nicht umgesetzt hat.

Bereits im Februar konnte man Schweden zu dem EuGH-Urteil gratulieren, 2009 schon Griechenland und Irland. Gegen Luxemburg wurde im Juni ein Verfahren eingeleitet. Die Lage sieht damit laut EU-Kommission so aus:

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben sechs Mitgliedstaaten, Luxemburg eingeschlossen, die Richtlinie noch nicht umgesetzt. Ende 2009 und im Februar 2010 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Irland und Griechenland einerseits und Schweden andererseits gegen das EU-Recht verstoßen haben. (…) In Rumänien wurde das einzelstaatliche Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie vom Verfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. In Deutschland wurde ein ähnliches Urteil verkündet; gegen Ungarn ist ebenfalls ein Verfahren anhängig.

Nicht so schlecht, sollte man meinen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Evaluierung der gesamten EU-Richtlinie, die im Herbst ansteht, objektiv verläuft und dort nicht nur die Sicherheitsbehörden Lobbyarbeit machen. Es gibt zwar immer wieder Einzelfälle, wo die Speicherung bei der Aufklärung von Straftaten geholfen hat, aber statistisch fällt das überhaupt nicht ins Gewicht.

Politischer Druck für mehr Datenschutz in der EU ist natürlich ebenfalls wichtig. Die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung ist daher eine der zentralen Forderungen der “Freiheit statt Angst”-Aktionen in ganz Europa am 11. September.

10 Jahre Safe Harbor – viele Gründe zum Handeln, kein Grund zum Feiern

30. Juli 2010 - 14:48

Am 26. Juli jährte sich zum zehnten Mal der Jahrestag des “Safe Harbor”-Abkommens, was den Datenaustausch zwischen EU und USA regelt immer mehr in der Kritik steht, weil Unternehmen wie Facebook oder Google in den USA viel mehr mi den Daten von EU-Bürgern anstellen dürfen, als Unternehmen mit Sitz in der EU. Das Unabhängige Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein kritisiert zum zehnten Geburtstag daher das Abkommen und fordert die sofortige Kündigung: 10 Jahre Safe Harbor – viele Gründe zum Handeln, kein Grund zum Feiern.

Der Kommentar des ULD-Leiters Thilo Weichert zum 10. Geburtstag: „Aus Datenschutzsicht könnte es nur eine Konsequenz aus den bisherigen Erfahrungen geben – Safe Harbor sofort zu kündigen. Wegen der engen wirtschaftlichen Beziehungen traut sich hierzu in der EU aber scheinbar niemand. Das Mindeste wäre, von den USA kurzfristig zumindest den formellen Nachweis für die Durchsetzung der Safe-Habor-Grundsätze zu fordern. Umgehend muss mit den USA in Verhandlungen eingetreten werden, um die Grundsätze zu überarbeiten und effektiv zu machen. Allein im Internet tummeln sich Hunderte von US-Firmen, unter ihnen Google und Facebook, die für sich – nicht überprüfbar für die Betroffenen und die europäischen Datenschutzbehörden – Safe Harbor reklamieren, und die sich so für befugt erklären, die Daten von Millionen von EU-Bürgerinnen und -Bürgern zu verarbeiten und damit viel Geld zu verdienen.“

Dem schließen wir uns an: Kündigen und neu verhandeln, um unsere Datenschutzrechte besser zu sichern.

NPP095: Peter Sunde über Flattr

30. Juli 2010 - 14:32

Wir hatten heute Peter Sunde von Flattr zu Besuch im Büro und haben einen Netzpolitik-Podcast aufgezeichnet. Im Vorfeld hatten wir über Twitter gefragt, welche Fragen wir noch stellen sollten. Dabei sind eine Menge Fragen eingegangen, die wir im Interview auch genutzt haben. In dem Gespräch geht es nur um Flattr, was die Idee ist, wie die Firma entstand und wie Flattr heute genutzt wird. Die Idee von Flattr entstand schon vor einigen Jahren. Peter Sunde bastelte bereits um 2005 ein System, was im vergangenen Jahr als Basis von flattr.com genutzt wurde, aber letztendlich wurde das System in den vergangenen Monaten vollkommen neu programmiert.

Im Moment gibt es rund 25.000 Nutzer in der Closed-beta. Eine offene Beta-Version war ursprünglich für Juni geplant, aber Peter sieht jetzt realistisch eher “Ende des Sommers” an. Die meisten Nutzer kommen aus Deutschland. Warum das so ist, kann man im Moment nur spekulieren, was wir dann auch tun. Sicherlich spielt es eine Rolle, dass viele bekannte Blogs früh eingestiegen sind und ersten Zeitungen wie freitag.de und taz.de selbstständig ohne Rückfrage bei Flattr den Dienst einsetzen.

In dem Gespräch unterhalten wir uns auch darüber, welche Daten Flattr erhebt und speichert (Nicht viele), wie die oft vorgebrachten Datenschutz-Bedenken bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden und was mit unseren Daten passiert, wenn Flattr mal weiterverkauft wird. Und welche Payment-Systeme noch geplant sind. Banküberweisungen sind zumindest eingeplant. Den Grund für 10% Transaktionskosten bei einer Flattr-Nutzung erklärt Peter auch: Das sei vor allem psychologischen Gründen geschuldet. Von 10% könnte man einfacher runtergehen als mit wenig zu starten und die Kosten später erhöhen zu müssen. Eine Herabsetzung sei geplant, ein konkretes Datum wollte Peter aber leider nicht nennen. Übrigens scheint das gerne vorgebrachte Vorurteil nicht zu stimmen, dass bei Flattr nur Blogger untereinander Geld herschieben. 60% der Flattr-Nutzer, die Geld eingezahlt haben und somit aktiv sind, nutzen Flattr nicht, um Geld zu erhalten, sondern geben nur.

Interessante News: Die Hälfte der Ausgaben bei Flattr wurden bisher in Rechtsanwälte gesteckt, um die unterschiedlichen Rechtssysteme berücksichtigen. Im Moment beschäftigt Flattr sechs Vollzeit-Kräfte in Malmö (Schweden), dort würde man auch sofort weitere zehn PHP-Programmierer einstellen.

Dies und noch viel mehr gibt es in 45 Minuten Netzpolitik-Podcast Folge 095 und das Gespräch liegt als MP3 und OGG auf dem Server.



SWIFT-Abkommen entspricht nicht EU-Datenschutzniveau

30. Juli 2010 - 14:13

Als das Europaparlament diesen Monat das SWIFT-Abkommen beschlossen hat, verkauften dies Sozialdemokraten und Liberale als großen Erfolg für unsere Bürgerrechte und Datenschutz. Unser Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar sieht dies nicht so und hat heute wieder eine Pressemitteilung veröffentlicht, weil übermorgen das Abkommen in Kraft tritt:

“Auch das nun geschlossene Abkommen entspricht nicht dem durch die EU-Grundrechtecharta und die EG-Datenschutzrichtlinie vorgegebenen Datenschutzniveau. Unverzichtbare und bewährte Standards werden unterlaufen.” [...] Für pikant halte ich es, dass ausgerechnet Europol darüber wachen soll, dass nicht zu viele Daten in die USA übermittelt werden, also eine Behörde, die von den US-Diensten mit den aus dem Datenbestand gewonnenen Erkenntnissen versorgt werden soll. Zwar sieht das Abkommen eine Kontrolle der Verarbeitung in den USA durch unabhängige Prüfer vor, von denen einer durch die Europäische Kommission benannt werden soll. Diese Prüfer haben jedoch nur eng begrenzte Kontrollbefugnisse. Bei Verweigerung der Auskunftserteilung erfahren weder der Betroffene noch sein nationaler Datenschutzbeauftragter im europäischen Heimatland, ob und gegenbenenfalls weshalb jemand in dem US-System gespeichert ist.



Piratenpartei: Flaute und Spaß dabei

29. Juli 2010 - 17:05

Suedeutsche.de hat einen aktuellen Erlebnisbericht über die Piratenpartei verfasst: Flaute und Spaß dabei.

Dem Hype folgt die Ernüchterung: Die so furios gestartete Piratenpartei scheint eine Entwicklung im Zeitraffer durchgemacht zu haben. In Berlin entdeckt sie die Langsamkeit für sich. In welche Richtung soll sich die Partei entwickeln? Ein Ortsbesuch.



Die Auflösung: C++ und der Terrorismus

29. Juli 2010 - 13:52

Die Nachricht des Terrorismusexperten, der vor C++ warnt, hat ja schon mächtig die Runde gedreht.

Roland Jacquard, Leiter des französischen Instituts „Observatoire international du terrorisme“ erzählte in der Sendung Arret sur Images vom Handbuch “Secrets Moudjahidine 2″, das angeblich von der Al’Qaida-Führungsspitze genutzt wird. In Wahrheit handelt es sich einfach nur um eine Anleitung für C++ auf Arabisch, wie man auf dieser Seite ganz einfach anhand der Inhaltsangabe (übersetzt mit Google Translate) sehen kann.

Nachdem die Nachricht kräftig die französisch-deutsche Blogosphäre amüsierte, wurde der Terrorismusexperte von der Sendung nochmals befragt. Und der Experte setzt noch einen drauf. Er erklärt, dass

das Deckblatt des Dokuments, das er in der Sendung zeigte, die erste Seite eines Handbuchs ist, das der Al-Qaida-Führung gegeben wurde, um Dokumente im Netz zu verschlüsseln.

Auf die Frage, wie denn sein Institut an das Dokument gekommen sei, bleibt er vage und antwortet, dass er

an einer Studie zum Thema „Al-Qaida im Internet“ arbeitet (…) und viele Dokumente zu Gesicht bekommt, die alle nach den Anschlägen in London gesichert werden konnten.

Unsere Vermutung ist, dass Jacquard das Papier mit einem Verschlüsselungsprogramm verwechselt, welches 2007 erschien und tatsächlich den Titel „Mujahideen Secrets” trug. Vielleicht gibt’s ja jetzt eine zweite Auflage…

(Cross-Posting von vasistas?)

(Apropos: Bei Amazon.de gibt es eine Rezension zu einem Buch des Terrorismusexperten über Osama Bin Laden. Die Rezension kritisiert, dass der Autor oftmals Dinge verwechselt hat und auch Namen und Daten nicht so wirklich richtig kennt.)

VZBV zu DE-Mail: Nachteile für Verbraucher überwiegen deutlich

29. Juli 2010 - 9:15

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich den DE-Mail-Gesetzentwurf angeschaut und diesen aus Sicht der Verbraucherrechte kommentiert. Das Fazit sieht nicht gut für De-Mail aus, die Nachteile für die Verbraucher “überwiegen deutlich”.

Zusammenfassung der Forderungen / Empfehlungen

* Die Vorschriften im De-Mail-Gesetz müssen technikneutral formuliert sein.
* Eine Sicherheit, ein Datenschutz und eine Vertrauenswürdigkeit einer rechtverbindlichen elektronischen Kommunikation mittels De-Mail kann nur durch eine gesetzlich verbindliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erreicht werden.
* Ohne weitere Konkretisierung der wesentlichen gesetzlichen Anforderungen ist der Verzicht auf eine Verordnungsermächtigung problematisch.
* Der De-Mail Nutzer muss ein Recht auf die Vergaben einer (oder mehrerer) pseudonymer Adressen haben. Die Vergabe einer pseudonymen De-Mail Adresse muss unabhängig von der Vergabe einer De-Mail-Adresse mit Angabe des Klarnamens möglich sein.
* Die Nutzung eines De-Mail-Dienstes darf nicht von einer Veröffentlichung der Nutzerinformationen im Verzeichnisdienst abhängig gemacht werden. Dieses Kopplungsverbot muss uneingeschränkt gelten.
* Die Verbraucher/ Bürgen müssen vom Diensteanbieter schon zum Zeitpunkt der Beantragung und nicht erst, wie im Entwurf vorgesehen, “vor der ersten Nutzung des De-Mail-Dienstes” über die Rechtsfolgen und Kosten der Nutzung eines De-Mail-Dienstes umfassend informiert werden. Die Bestätigung der Kenntnisnahme der Informationen durch den Nutzer muss stets schriftlich erfolgen.
* Mail-Adressen akkreditierter Diensteanbieter müssen sich eindeutig von denen nicht-akkreditierten Dienstanbieter unterscheiden lassen. Hierzu ist eine für alle De-Mail-Diensteanbieter verbindliche einheitliche Kennzeichnung der De-Mail-Adressen erforderlich.
* Die spezifischen datenschutzrechtlichen Vorschriften im Gesetz dürfen sich nicht nur auf die reinen Transport der Nachrichten beschränken. Sie müssen sich auf den gesamten Verfahrensprozess beim Dienstanbieter erstrecken.
* Die Nutzung eines De-Mail-Dienstes darf nicht von dem Einverständnis des Nutzers in die Weitergabe seiner persönlichen Daten an Dritte etwa zu Werbezwecken abhängig gemacht werden (Kopplungsverbot).
* Angesichts bestehender Identitätsbestätigungsdienste und vergleichbarer Möglichkeiten zur zuverlässigen Identitätsbestätigung erscheint ein weiteres (kostenträchtiges) System überflüssig. Der Identitätsbestätigungsdienst sollte im Gesetz gestrichen werden.
* Unternehmen, die nachweislich illegale Geschäfte mit Verbrauchern im Internet betreiben, muss der gesetzliche Auskunftsanspruch wirksam verwehrt werden. Unabhängig davon muss es ein allgemeines Anhörungsrecht des Betroffenen vor einem etwaigen Offenlegen eines Pseudonyms geben.
* Staatlich akkreditierten Diensteanbieter sollten eine einheitliche und verbindlich zu verwendende Kennzeichnung erhalten. Jegliche anlehnende Werbung und Kommunikation nicht akkreditierter Diensteanbieter wäre zu untersagen.

Fazit
Unter Hinweis auf das Signaturgesetz, nach Abwägung der verfahrensbedingten und wirtschaftlichen Vor- und Nachteile des Gesetzesvorhabens für die Verbraucher / Bürger und nach der Prüfung der einzelnen Regelungen im Referentenentwurf kommt der Verbraucherzentrale Bundesverband zu dem Schluss, dass die damit für den Verbraucher/ Bürger verbundenen Folgenwirkungen und Nachteile etwaige Vorteile deutlich überwiegen. Der Gesetzentwurf in der derzeitigen Fassung wird daher abgelehnt.



Die Geschichte hinter dem warlogs-Release

28. Juli 2010 - 21:57

Spannender Text: Hier wird die Afghanistan-warlogs – Geschichte aus Sicht der Journalisten erzählt, die mit Wikileaks zusammen die Dokumente vor Erscheinen bearbeiten und durchforstet haben: The Story Behind the Publication of WikiLeaks’s Afghanistan Logs – From Brussels, to a bunker, to blockbusters.

Archiv von Tagesschau.de zwischen 1999-2010

28. Juli 2010 - 20:08

Nachdem die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten massiv ihre Online-Angebote depublizieren mussten, sind jetzt viele Archive zumindest der Öffentlichkeit entzogen. Praktischerweise findet sich bei der Piratebay ein 132 MB großes Torrent-File mit dem Archiv von Tagesschau.de im XML-Format aus den vergangenen elf Jahren von 1999 – 2010. Da hat wohl jemand vorher praktischerweise noch alle Artikel abgegrast. Das ist leider nicht gemeinfrei oder unter einer freien Lizenz, aber zu privaten Zwecken und im Sinne von Wissenschaft und Bildung kann man sich das sicher gerne kopieren. Wer genug Bandbreite hat, kann gerne seeden.

Mal eine Frage an Juristen: Könnten Universitäten eigentlich die Inhalte zu Forschungszwecken als Archiv auf einem Server offen anbieten?

Bedankt Euch bei den Politikern, die für das depublizieren gestimmt haben.

Viral Video Award 2010

28. Juli 2010 - 18:05

Wir sind Medienpartner für den “Viral Video Award 2010″, bzw. genauer für die Kategorie “Beste politische Viral”. Dort gibts in diesem Jahr 1000 Euro für das beste politische Video zu gewinnen. Videos kann man bis zum 11. September einreichen und/oder vorschlagen. Dafür gibt es ein Formular.

Die Filme des Wettbewerbs werden im Rahmen des 26. internationalen Kurzfilmfestivals Berlin – 16. bis 21. November 2010 – auch auf Leinwand gezeigt. Die Preisverleihung findet während des Festivals statt.

Im vergangenen Jahr gewann “Du bist Terrorist” den Publikumspreis bei den VViral Video Awards 2009.

Tagesschau.de mit OGG-Theora-Videos

28. Juli 2010 - 17:55

Bei Tagesschau.de findet man jetzt unter jedem Video verschiedene Downloadmöglichkeiten, zu denen auch der freie Video-Codec OGG-Theora gehört. OGG-Theora-Videos werden in einer mittleren Größe mit einer Auflösung von 512x288px angeboten. Mehr Auswahl gibt es bei h264-Videos: Hier reicht die Auswahl von klein über Mobil, Mittel bis zu großer Auflösung.

Und so sieht die Auswahlmöglichkeit aus, wenn ein Video in einen Beitrag eingebettet ist:

Die Unterstützung eines freien Video-Formates bei tagesschau.de ist erfreulich und hoffentlich nur ein erster Schritt hin zu einer neuen Strategie: “Freie Inhalte brauchen freie Formate und Freie Lizenzen”.

Für die Freiheit statt Angst – Demonstration werben

28. Juli 2010 - 17:27

Am 11. September findet in Berlin wieder die jährliche Großdemonstration “Freiheit statt Angst” gegen die ausuferende Überwachung und für digitale Bürgerrechte statt. Dazu gibt es ein immer größer werdendes Demo-Bündnis, dem man sich noch anschließen kann. Da in diesem Jahr (bisher) die großen Netzpolitischen Debatten wie in den Vorjahren fehlen (2007/2008 war es die Vorratsdatenspeicherung und 2009 die Zensursula-Diskussion), wird die mediale Mobilisierung wahrscheinlich etwas schwieriger. Dafür kann dabei aber jeder mitmachen!

Beim Foebud kann man verschiedene Artikel für die Offline-Mobilisierung kostenfrei bestellen, dazu gehören z.B. Poster und Flyer. Diese kann man aufhängen und weiterverteilen.

Was noch einfacher geht: Online werben! Wer ein eigenes Blog oder eine Webseite hat, kann dort Banner draufsetzen, die für die Demonstration werben. Es gibt schon einige Banner als Vorlage, aber auch hier werden noch tolle Motive und vor allem schicke Designs gesucht. Wer designen kann und sich mit diesen Fähigkeiten einbringen möchte: Nur zu!

Man kann auch einfach nur darüber bloggen oder twittern. Je mehr Menschen mitmachen, umso mehr werden auf die Demonstration und den Termin aufmerksam gemacht.

Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte “Pagepeel”, was man auch hier im Blog rechts oben findet. Das ist ein Widget und dieses kann man einfach in das Design des eigenen Blogs einbauen, indem man ein Stück Code kopiert. Die genaue Anleitung findet sich im Wiki des Ak-Vorratsdatenspeicherung. Das Banner geht automatisch auf, wenn man mit der Maus in die rechte obere Ecke geht, wo sich die kleine Kamera befindet.



2,8 GB Facebook-Datensätze als Torrent

27. Juli 2010 - 20:53

Na, immer noch bei Facebook die Datenschutz-Einstellung so eingestellt, so dass man gesucht werden kann? Dann hat man gute Chancen, zumindest mit Vor- und Nachnamen sowie der Profil-URL und ggf. weiteren preisgegebenen Daten in einem 2,8 GB großen Torrent-File aufzutauchen. Da hat jemand einen Crawler gebastelt, der diese Daten gesammelt haben will. Und im nächsten Schritt sollen Friends-of-a-Friend-Informationen gesammelt werden, damit man bessere Netzwerk-Analysen anstellen kann. Dazu wird aber noch Bandbreite gesucht.

Was man schon immer wissen wollte: Laut dieser Datenbank sind das die Top-10 Vor- und Nachnamen auf Facebook:

977014 michael
963693 john
924816 david
819879 chris
640957 mike
602088 james
584438 mark
515686 jason
503658 robert
484403 jessica

913465 smith
571819 johnson
512312 jones
503266 williams
471390 brown
386764 lee
360010 khan
355639 singh
343220 kumar
324972 miller



Verdachtsunabhängige Videoüberwachung von Demos in Berlin rechtswidrig

27. Juli 2010 - 14:09

Das war mal eine notwendige Entscheidung: Verdachtsunabhängige Videoüberwachung von Demos in Berlin rechtswidrig.

Das Verwaltungsgericht Berlin hat die verdachtsunabhängige Videoüberwachung friedlicher Demonstrationen durch die Polizei wegen nicht gerechtfertigter Eingriffe in die Grundrechte der Betroffenen untersagt. Die langjährige Praxis der Ordnungshüter in der Hauptstadt, Protestkundgebungen angeblich zu Zwecken der Einsatzlenkung und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit zu filmen, ist laut einem jetzt bekannt gewordenen Urteil (Az.: VG 1K 905.09) rechtswidrig. Die Berliner Polizei habe damit tief in den Schutzbereich der “vorrangigen Versammlungsfreiheit” und in den der informationellen Selbstbestimmung eingegriffen, heißt es in dem heise online vorliegenden Beschluss. Dafür hätte es einer gesetzlichen Grundlage bedurft, die aber nicht vorhanden sei.



Guardian erklärt Datenjournalismus am Beispiel der war logs

27. Juli 2010 - 13:49

Der britische Guardian zeigt bei den Afghanistan – war logs einmal mehr, was moderner Online-Journalismus zu leisten vermag. Dabei spielt man die eigene Stärke und Kompetenz im Datenjournalismus aus und stellt die Rohdaten auch als Open-data online. Im eigenen Data-Blog erklärt Simon Rogers ausführlich , was man wie gemacht hat: Wikileaks’ Afghanistan war logs: how our datajournalism operation worked.

Hier sind z.B. die “IED attacks – 2006 to 2009″ als interaktive Grafik:

Afghanistan IED attacks – 2006 to 2009

Deutsche UNESCO-Kommission

27. Juli 2010 - 12:49

Vor rund einem Monat bin ich auf der Hauptversammlung der deutschen UNESCO-Kommission als persönliches Mitglied in eben diese gewählt worden. Die deutsche UNESCO-Kommission berät u.a. die Bundesregierung, die Wissenschafts- und Kultusministerien der Länder und andere zuständige Stellen in allen UNESCO-Angelegenheiten wie dem Zugang zu Wissen und Kultur. Ich werde mich dort vor allem in der Arbeitsgruppe “Kommunikation” engagieren, wo es explizit um „Zugang zu Information und Wissen für alle, Einsatz von Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor und Förderung der Pressefreiheit – das sind die Ziele des UNESCO-Kommunikations- und Informationsprogramms“ geht. Bei iRights werden die Aufgaben der UNESCO-Kommission noch etwas staatstragender vorgestellt, weil mit mir Till Kreutzer als eines von 22 persönlichen Mitgliedern reingewählt wurde. Wahrscheinlich senken wir beide jetzt erheblich den Altersdurchschnitt.



Terrorismusexperte warnt vor C++

27. Juli 2010 - 12:08

Schön blöd: Im französischen Sender France5 hat der “Terrorismusexperte” Roland Jacquard von der Organisation “Observatoire international du terrorisme” vor Al-Quaida – Handbüchern im Netz gewarnt. Dabei war er so kundig von der Materie, dass er ein C++ – Programmierbuch in arabischer Sprache den Zuschauern präsentierte. Die ganze Story gibt es auf französisch hier.



150 Flattr-Einladungen

27. Juli 2010 - 1:03

Da ich regelmäßig Anfragen bekomme, wo man einen Flattr-Invite herbekommt, hab ich mal ein ganzes Paket bestellt und 150 Invite-Codes zugeschickt bekommen. Ich hab nur nicht die Zeit, 150 Einzelbestellungen zu managen und so packe ich mal das erste Drittel an Codes hier in das Posting rein und wenn die alle weg sind, ergänze ich die Nächsten. Wenn Ihr einen Code nehmt, kopiert diesen nach Nutzung doch bitte in die Kommentare, dann kann ich schauen, wann die erste Fuhre weg ist.

Update: Allerletzte vierte Runde:

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f6c0ac2f59631e433
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0a6679081932ad96d
37b53695c866e12b4
435a7d29b9b5a859a
7b2a4f1f057a92f24
9bde6857ac6f0fad7
c147b7196c41687ba
e71b8745da20fe573

Die dritte Runde:

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c639252bc2131c00d
3dc8556f0ebfcc893
4ce8347c93d3c2f71
48ac0bfb608981d34
4497acba50f55e6f7
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46bab18fa49eeb699
f84c236679380d503
cead5c1c0af585961
6d183fe603ba3156d
7c56d735d31aba829
2add835982b5ee545
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387db7b761254b8ba
f6c0ac2f59631e433
365ff7646f507e4f7
5d6c81fd6ee4262c1
6bb631bdeff502c02
e902c83ef1482c664
a36c971fe82c5fa0a
e94658adb860089c8
fb7455d7d8cbb0427
ff62bbe8084f8cc04
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f9b525678802f9753
07664a55489743b2c
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1f60d92bc38c010dc
f77963e775ffb4206
6ae519bf4074eb304
1789643fe4c742916
3f09b14b3a11a3b04
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9192d481db517ddd5
94b820025735f55fa
a408be31947ab15ad
8c5a404aea3c56e56
d892fdaac175ec2dc
2248766ab5ac42762
331c6f945d44828f5
8613c57a9d43282c5
17a45352a2b176de3
a7762220b796b800b
4d85c0757a856e6de
29e002d2402064036
9fd01c84a1af917b0
1fde10df528bdf4c7
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3ef285ae1f210c2eb
bfcf274f3c230e879
536548485114e34f9
65c2c3a95c1e3cda9
39161cb60bf44f881
eaeb5abf345a95cb3
e3e7555daa950bfb0
f25e2803496970af6
21149adc8730f30c9
23d1b6e667309d16d
36319178c61bb511a
1e66d3b0b73d93fdd

Hier ist die zweite Runde:

abb039e9fab42833f
fafa07ea9a26f0446
a376b02af18aef80d
0ad8bd443b7dc7213
b7a821e0f4c0b8fd6
e37c7d4aa58e92ec4
6d67e92162f48159a
b366de58e54bef083
be599d69eae11feca
379f8e27559070655
e3cb14c04049014d4
8eeef644945360201
92a8d320947ff1324
c2fb78463f0680c63
b41d46fd17f3102a9
ca2022edb1a893a55
0abb1f085a2253f99
6e4152a12b4eec975
60ef3d467b918c3d6
e20bd46ebdc845b5a
f65653da0acd52007
28ae5fb3cf68bfbf7
c1bc28011f170b92c
e09b77d3994fa7db7
601cf59df721ec333
213f9d640fc02ccd6
dbeef690f3760b5fb
251ba92e7fc1448a0
3bd4a66f68a9c66a8
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1be343f7a8580df9a
46aaaaa94c115c7cc
9b977a0cb3a51519c
5a873114e21e58b21
a99ce2b05a7a5a235
28098e58798782935
7f47aaf58547b1d5d
73a4ded469c9bc48e
3a3b318ad7b85dc68
dafd7e8b845cf7dc4
fce2fc044b2ef65a4
f286aa2b7db4ef10b
902feb7427aac1882
62964484e581a882f
70c25c394ef05a42d
8a1b09e59ed4c3cda
9b9e1f7bfd1128e39
21eb4a8cfd85b5696
0f1ae5738710404c3
b22b412650c7912f0
008edeb7da0f7e38f
40e65b94f70b68c0e
29001da818c57b43f
25c595a48532f6a20
f33ca6344ee4a94aa
d40b613fad6db6135
edafb80fab2f32562
8500007270a779aa9
9449870005e4463fd
be6aab831c76413a4

Das war die erste Runde:


6c5cfdf8970f0eae8
88e0120a01516c1b0
2846dd06696291e83
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Wikileaks in der Tagesschau (Update)

26. Juli 2010 - 17:18

Die Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente als “war diary” auf Wikileaks kommt heute groß in jeder Ausgabe der Tagesschau. Hier ist ein Mitschnitt der 15:00 Uhr Tagesschau:

Beim Guardian erklärt Julian Assange von Wikileaks, warum Wikileaks die Dokumente veröffentlicht hat:

Auf Ustream gibt es 80 Minuten Videodokumentation einer Pressekonferenz von Wikileaks in London mit Julian Assange. Die Soundqualität ist etwas schlecht, bietet aber viele Hintergründe. Alternativ kann man auch im Live-Blog vom Guardian die Highlights lesen.

Update: Hier ist der ZDF Heute-Journal-Bericht über Wikileaks: