Lars und Kollegen lesen über Möglichkeitsmächte. Diesen Samstagabend, 13. April, in Frankfurt/Main. Mehr Infos dazu in den Wechselwetterwolken
Alle Artikel von: Steffen & Lars Popp
Büchner, Buch und Brivatheit
Liebe Alle,
lange gab es hier nix mehr zu hören. Das hat natürlich seine Gründe.
Einen kann man seit Kurzem unter diesem Link nachlesen. Wer sich einmal dorthinklickt, dem wird schnell klar werden, dass es bis Ende Juni auch weiterhin eher ruhig hier im Blog zugehen wird.
Der zweite Grund ist, dass das hier – wenn nichts dazwischen kommt – im Herbst bei dem dort veröffentlicht wird. Mindestens so aufregend, wie der erste Grund; für mich persönlich sogar noch mehr, als wohl für euch=Publikum. Über Teile des Wegs bis zur VÖ werde ich, spätestens wenn Grund Eins abgefeiert ist, in lockerer Folge zu berichten versuchen.
Letzter Grund ist das Familienleben. Aber das soll weiterhin weitgehend Geheimsache blieben.
Es verbleiben mit einem “Bis unbestimmt bald!”
Steffen & Lars
Das Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst
Es geht um eine Kunst, die Anfänge anzeigt, wo Nihilismus herrscht, eine Kunst, die Modelle zuvorkommender Freiheit vor Augen führt und trotz allem, was dagegen spricht, eine anfängliche Entscheidung aufruft, eine immer wieder »erste Sprechweise, eine der Frage vorausgehende, zuvorkommende … Weiterlesen
Das Zuvorkommende (VI): Die UNfreiheit der Kunst
Freiheit als Freiheit für den anderen, als Verantwortung der Personalisierung, in dessen Verlauf der Mensch versucht, etwas aus dem zu machen, wozu man ihn gemacht hat? (…) Die Annahme eines Für-den-anderen des Subjekts könnte hierbei hilfreich sein, denkt sie doch … Weiterlesen
Das Zuvorkommende (V): Die UNtopie der Kunst
Das Unmögliche hat nichts mit der Utopie zu tun. Utopie ist Projektion eines Imaginären ins Unwirkliche einer Zukunft die es nicht geben wird. Das Un-Mögliche ist demgegenüber eine Figur des Wirklichen. Kunst, die sich dem stellt, ist eine weder idealistische … Weiterlesen
Trier, Physiker, Zahlen und welches Theater eigentlich?
Eine schöne Nikolaus-Bescherung: Das Theater Trier scheint vorerst aus der Sparkurs-Schusslinie zu sein. Deutlich gestiegene Zuschauerzahlen der letzten Spielzeit haben das ermöglicht. Natürlich freut mich dabei besonders, das meine PHYSIKER einen gewissen Anteil daran gehabt zu haben scheinen:
Wobei freilich die durchaus unkonventionell inszenierten “Physiker” der eindeutige Favorit waren.
Ob man das schon als Beweis ansehen darf, dass “unkonventionelle” Inszenierungen an den sogenannten “Bühnen abseits der Zentren” (wie eine Kritikerkategorie der Deutschen Bühne lautet), zwischen
einem Publikumsgeschmack, der eindeutig mehr in Richtung Unterhaltung weist
trotzdem eine gute Auslastung (in dem Fall 88 Prozent) erreichen können, würde ich aber eher mit vorsichtigen Fragezeichen versehen wollen. Der gleiche “Unkonventionalität” hätte bei einem weniger bürgerlich-zugkräftigen Stück wahrscheinlich nicht so verfangen. Trotzdem schön, dass es zumindest so aussieht, als ob es ab und an halbwegs gelänge
Das Publikum zum Risiko [zu] verführen
Denn den Trierern steht noch die Strukturanalyse ausgerechnet des Unternehmensberaters und “Kulturinfarkt”-Autors Dieter Haselbach Mitte des Jahres ins Haus. Da braucht es jedes gute Argument jenseits nackter Zahlen (die ja sowieso, siehe oben, nicht viel aussagen). Es sei denn, man zöge die neoliberal auch irgendwie folgerichtige Konsequenz, und verordnete dem Theater Trier: dann doch gleich nur noch “Unterhaltung” zu machen. Ob eine solche Risikofreiheit dann aber noch öffentlicher Subvention bedarf? In dem Fall dann die Steuergelder bitte dahin leiten, wo wirklich am Risiko gearbeitet wird: In die freie Szene!
Aber noch liegt das Gutachten ja nicht vor. Das Ganze verspricht aber schon jetzt spannend zu werden – schließlich knüpft sich daran die grundätzliche Frage, welches Theater (und für wen) wir in der heutigen Wechselwettergesellschaft eigentlich wollen.
Das Zuvorkommende (IV): Kunst als paradoxe UNterbrechung
Wer eine Entscheidung fällen will, wer eine Verantwortung übernehmen will, muss also diese brechen, ablenken, unterlaufen, unterscheiden, differenzieren, verändern – das heißt das Unmögliche erfinden. (…) Aber kann Kunst das Unmögliche erfinden? (…) Einige dieser Arbeiten sehen aus, als ob … Weiterlesen
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