About Steffen & Lars Popp

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Ein Zitat des Soziologen Dirk Baecker, das ich heute in einem Interview las, beschäftigt mich schon den ganzen Morgen in meinen Überlegungen, wie das Theater noch stärker auf die Netzwerkgesellschaft reagieren und sich zu einem Internetheater wandeln müsste. Leider habe ich gerade keine Zeit, meine Gedanken dazu hier weiter auszuführen. Aber vielleicht mag ja jemand von euch da draußen stellvertrend heftig zustimmen oder widersprechen?

Die Performance greift tiefer und thematisiert die Lage des Individuums am Ende der Buchdruckgesellschaft und im Übergang zur Computergesellschaft. Es macht einen Unterschied, ob ich es mit Individuen zu tun habe, die sich im Umgang mit Büchern zu kritischen, wenn auch immer etwas idealistischen Lesern gebildet haben, oder mit Individuen, die mit ihren Suchmaschinenrecherchen, mit ihren social media accounts und mit ihren Abhängigkeiten von den Algorithmen ihrer Computerprogramme versuchen, ihrer eigenen Nervosität Herr zu werden, und dabei die Nervosität aller steigern. Die Performance ist in meinen Augen der radikale Blick auf das, was vom Menschen bleibt, wenn man ihn nicht aus den Kontexten heraus, in denen er sich bewegt, immer schon zu gut versteht. (…) Künstler notieren das Ende des kritischen Lesers und des authentischen Bürgers und suchen nach Bildern, Gesten und Tonfällen, die den Menschen als Chamäleon in den Netzwerken der Computergesellschaft kennzeichen.
Dirk Baecker/Matthias Lilienthal/Tobi Müller: “Hoffnung auf Ereignishaftes in der Erwartungserfüllungsanstalt”. In: Import Export. Arbeitsbuch zum HAU Berlin. Berlin: Verlag Theater der Zeit, 2012, S. 15f.

Digital Stress and Your Brain
Via: OnlineUniversities.com

Neil Gaiman: “Make good art!”

Eine großartige und berührende Rede, die in eine ähnliche Kerbe schlägt, wie die berühmte Stanford Speech des Herrn Jobs, diese meiner Ansicht nach aber mal eben toppt. Danke an Elli, die das im Autorenforum Montségur gepostet hat!

Neil Gaiman Addresses the University of the Arts Class of 2012 from The University of the Arts (Phl) on Vimeo.

Neu in den #wwwolken: Die Algorithmisierung der Literatur.

MISUK macht in Brecht-Mucke

Diese “ganz besondere Band mit dem Namen MISUK um die glamuröse Schauspielerin Eva Gold aus Augsburg” habe ich zwar nicht selbst entdeckt. Sondern die Promotionabteilung ihres Labels hat sich bei mir gemeldet und um eine Rezension angefragt. Wozu ich aber im Moment kaum Zeit habe. Aber ich find’s nach kurzem Reinhören nett genug, was die machen – nämlich “Bertold Brecht Texte in ein musikalisches, radiotaugliches Gewand” zu stecken -, um hier zumindest auf sie aufmerksam zu machen. Jedenfalls werden die Texte des Herrn B.B. angenehm von Patina befreit und für ein junges Publikum “neu” hörbar gemacht. Fein. Einen ähnlich unbedarften unverkrampften Umgang mit ihm wünschte ich mir auch für die Bühne! Vielleicht reiche ich ja später noch eine Rezension nach, mal sehen.

Hier auf jeden Fall das gerade veröffentlichte Video zur Single “Solidaritätslied”:

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