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Das UNmögliche nicht einfach in das Allgemeine assimilieren, sondern es Ausstellen wie die Populärkultur. Dem UNmöglichen aber zugleich immer Form verleihen wollen wie die Hochkultur. Post-Pop-Art sozusagen - aber im Sinne einer hochkulturellen Neu-Durcharbeitung des Pop: ein Paradox, POPP-Art also. Wer es noch unverständlicher wissen will, lese diesen Essay von Friedrich Friederichsen. Mehr Informationen zum Paradox der PoppKultur gibt es hier.

Alles zu Theorie und Theater der PoppKultur findet man unter HIRN HAND HERZ der Arbeitspalette. Wer oben auf ein Bildchen klickt, gelangt direkt zu einer Inszenierung.
Bücherwürmer können sich durch die Exzerpte aus den Wechselwetterwolken fressen.
Außerdem kann man sich im UNversum bzw. der zugehörigen UNcyclopedia über diverse UNdinge informieren. Oder auch selbst über solche berichten.
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WINTER/FRÜHJAHR 2009

Liebe PoppKameraden,

aktuell überbieten sich die Nachrichten wieder in Negativ-Schlagzeilen - da kommt, wie Gandalf auf dem weißen Roß in die Schlacht vor Helms Klamm, eine aufrichtende Nachricht des SPIEGEL dazwischen: Schwefelwasserstoff befördert Erektionen! Leider hat der Autor vergessen, auf eine noch tollere Tatsache hinzuweisen: Dieses Gas ist dasjenige, das beim menschlichen Flatus, sprich Furz, hauptsächlich für den üblen Geruch sorgt! Heist nichts anderes als: wer eigentlich braucht dann noch Viagra? Der Mensch produziert schließlich 0,5 - 1,5 Liter Flatulenzen am Tag. Also nur noch ein bißchen einen drauf setzen: besser und ballaststoffreich essen, sich einen guten Fächer besorgen, fertig ist das körpereigene Potenz- und Aufrichtungssystem! Wir sind ein Furz, zurück zur Natur also? Löst auch nicht alle Krisen unserer Tage - der Flatus, lernen wir bei Al Gore, besteht ja leider auch aus dem Treibhausgas Methan... Man kann eben nicht alles haben.
So jetzt aber:

- noch bis zum 05. April: DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI im Hexagon der Badischen Landesbühne.
- Wiederaufnahne im April: Neue Termine KUNST von Yasmina Reza im Studio des Theaters Trier.
- zweimal PROSA PROGNOSEN im März: Die Stipendiaten der Berliner "Autorenwerkstatt Prosa" stellen sich vor.

Und wie immer en Detail:

DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI ------------------------------------------

Stück von Gunnar Dreßler / Hans Weingarnter
mit Rabea Wyrwich, Ekrem Ergün, Helge Gutbrod und Stefan Holm
Ausstattung: Ines Unser
Premiere am 24.01.09 im Hexagon der
Badischen Landesbühne Bruchsal
Weitere Vorstellungen im Hexagon: 04., 14., 19., 26. und 29.03. / 05.04. //
19.30 Uhr

Jan, Peter und Jule sind mit der Besitzverteilung in der Welt unzufrieden. Sie tun das ihre, um die Verhältnisse zu ändern: Jule verteilt bei Demonstrationen gegen Ausbeutung Flugblätter. Jan und Peter brechen in die Häuser reicher Leute ein, wo sie Möbel verrücken, Bilder umhängen und Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei" hinterlassen und ihre Werke mit "Die Erziehungsberechtigten" signieren. Als Jules Freund Peter für eine Weile verreist ist, kommen sich Jule und Jan näher, und Jan erzählt Jule von den Aktionen der "Erziehungsberechtigten". Jule, die dem neureichen Manager Hardenberg, an dessen Auto sie bei einem Auffahrunfall einen Totalschaden verursachte, noch 64.500 Euro schuldet, überredet Jan, in Hardenbergs Villa einzubrechen. Der jedoch kommt überraschend nach Hause. In Panik schlagen Jan und Jule Hardenberg nieder, um ihn anschließend - mit Peters Hilfe - auf eine Hütte in den Tiroler Alpen zu entführen. Dort entwickeln sich zwischen "dem Bonzen" und den jungen Idealisten
explosive Gespräche und für alle Beteiligten überraschende
Situationen...
DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI lohnt sich nicht nur für ratlose junge Rebellen und alte Säcke in Zeiten der Krise, sondern auch für Kenner des Films - denn den aktuellen Umständen entsprechend schlägt diese Theaterversion da und dort ein paar andere Töne an...

Karten gibts an der Vorverkaufsstelle:
Mail: ticket@dieblb.de
Telefon: 07251-727 23
Fax: 07251-727 46
oder an der Abendkasse:
Telefon: 07251-72747

KUNST ----------------------------------------------------------------------

Stück von Yasmina Reza
mit Klaus-Michael Nix, Paul Steinbach, Tim Olrik Stöneberg
Licht: Klaus Pahlke, Kostüme: Carola Vollath
Premiere: 29.09.07 im Studio des Theaters Trier
Neue Vorstellungen in dieser Saison: 02., 09., 12. und 30.04.
20.00 Uhr

Eine Katastrophe wegen einer weißen Holzspanplatte: Serge hat sich ein Monochrom - ein völlig weißes Ölgemälde - gekauft. Marc wittert hinter dieser Investition keine Kunstleidenschaft, sondern bestenfalls dekadente Allüren - und somit das Schlimmste, was einer Freundschaft
passieren kann: Unehrlichkeit. Yvan wird als dritter im Bunde immer
tiefer in den nun aufflammenden Konflikt hineingezogen. Während ein
Kampf um persönliche Ideale entbrennt und das leere Bild zum Auslöser
absurdester Boshaftigkeiten wird, steuert die langjährige Freundschaft
scheinbar unweigerlich einer Katastrophe entgegen...
Auf abgründig-komische Weise dokumentiert Yasmina Reza in ihrem Stück, wie ein unbedachter Satz in eine Katastrophe münden und auch feste menschliche Bindungen an den Abgrund führen kann. Dabei spielt sie zugleich die Frage durch: was genau ist eigentlich Kunst? Oder deren Dekonstruktion? Oder die Kunst der Dekonstruktion? Oder die Konstruktion der Dekonstruktion in der Kunst? Und muß uns das überhaupt interessieren?

Karten gibts online
oder telefonisch: 0651 718 18 18

LESUNGEN AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE UND AM LCB ------------

An vier Wochenenden im Herbst 2008 trafen sich neun junge Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum im Literarischen Colloquium Berlin zur "Autorenwerkstatt Prosa" 2008. Kurze Erzählungen,
die nahe fremde Welten erschaffen; Romanentwürfe, die von Beziehungen,
Verletzungen und Möglichkeiten des Erinnerns erzählen; Texte, die mit
Perspektiven und Stimmen spielen: unter der Leitung von Ulrike Draesner
und Thorsten Dönges wurden Themen und Formen sehr unterschiedlicher
Prosaprojekte diskutiert, die aber Literatur allesamt als Kunst begreifen und neugierig machen auf das, was von ihren Verfassern hoffentlich in Zukunft noch zu lesen sein wird.
Die Werkstattstipendiatinnen und -stipendiaten stellen nun in mehreren Lesungen der Öffentlichkeit ihre Texte vor, die auch in der Märznummer von "Sprache im technischen Zeitalter" nachzulesen sind:

am Freitag, dem 13. März
"Prosa Prognosen"
von 14.30 bis 18.00 Uhr
im Glashallenforum der
Leipziger Buchmesse

am Dienstag, den 31. März
"Berliner Prosa Prognosen"
um 20.00 Uhr
im Literarischen Colloquium Berlin
Eintritt 6 / 4 €
(Karten ausschließlich an der Abendkasse)

Es lesen: Aljoscha Brell, Daniela Dröscher, Anne-Kathrin Heier, Michaela Heissenberger, Lars Popp, Werner Rohner, Martin Rose, Gerhild Steinbuch und Kai Wiegandt.
Es moderieren: Ulrike Draesner und Thorsten Dönges

Weitere Veranstaltungen des LCB auf der Leipziger Buchmesse

 

DEMNÄCHST ---------------------------------------------------------

Weitere Termine KUNST, vielleicht noch eine Lesung - und eine Cyborg-Performance in Frankfurt...

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Noch einen schönen Dax wünschen,

 

Steffen und Lars Popp