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Das UNmögliche nicht einfach in das Allgemeine assimilieren, sondern es Ausstellen wie die Populärkultur. Dem UNmöglichen aber zugleich immer Form verleihen wollen wie die Hochkultur. Post-Pop-Art sozusagen - aber im Sinne einer hochkulturellen Neu-Durcharbeitung des Pop: ein Paradox, POPP-Art also. Wer es noch unverständlicher wissen will, lese diesen Essay von Friedrich Friederichsen. Mehr Informationen zum Paradox der PoppKultur gibt es hier.

Alles zu Theorie und Theater der PoppKultur findet man unter HIRN HAND HERZ der Arbeitspalette. Wer oben auf ein Bildchen klickt, gelangt direkt zu einer Inszenierung.
Bücherwürmer können sich durch die Exzerpte aus den Wechselwetterwolken fressen.
Außerdem kann man sich im UNversum bzw. der zugehörigen UNcyclopedia über diverse UNdinge informieren. Oder auch selbst über solche berichten.
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Mond auf dem Rücken

>> eine Begehrensgeschichte von Kerstin Specht
>> mit Ines Heisig, Wiebke Langer und Timo Knauer
>> Premiere am 29.09.99 in der Brockardthalle Coburg >> Weitere Vorstellungen: 01. und 03.09. - Brockardthalle Coburg
>> Produzent: Cross Art e.V., Coburg

Ein Kellerverließ am Rande eines Dorfes an der ehemaligen Grenze zur DDR. Gefangen in seinen Erinnerungen lebt hier ein alter Mann. In artifiziell gestalteten Monologen, die an griechische Klagegesänge erinnern, beschwört er durch Assoziationsketten verknüpfte Bilder seines Lebens nach Kriegsende, vom Mauerbau, der Flucht in den Westen, der Beziehung zu seiner Frau - die er in der DDR zurückließ - und der Wiedervereinigung herauf. Seine letzte Chance für einen Neuanfang sieht er in der Vereinigung mit einem jungen Mädchen, das ihm verbotenerweise regelmäßig mit Nahrungsmitteln versorgt. Doch sie will nicht nur Projektion seiner verlorenen Jugend, nicht nur Erfüllung seines fleischlichen Begehrens sein. Beide Monologe kreuzen sich, beide Welten kommen sich nahe und entfernen sich voneinander, bis der Alte endlich von der verbotenen Frucht naschen darf, erkauft um den Preis einer endgütligen Mauer.

NEUE PRESSE COBURG, 1. Oktober 99 >> Streng, kühl, spröde und verrätselt wirkt dieses mit Ton- und Videosequenzen gespickte "szenische Hörspiel" >> Emotion findet nicht statt, Distanz zur Figur verlangt Popp seinen Darstellern ab: Gleichförmig die Rede, nüchtern die Miene, streng abgezirkelt die Bewegung >> Die Grenzen zwischen Leib und Seele, Ich und Welt, Ost und West - Timo Knauer, Ines Heisig und Wiebke Langer setzen sie diszipliniert in Szene

COBURGER TAGEBLATT, 1. Oktober 99 >> ehrgeiziger Auftakt für Cross Art an ungewöhnlichem Ort >> ein sehr sorgfältig erarbeiteter Theaterabend >> Mit konzentriertem und überaus engagiertem, dabei disziplinierten Spiel >> Jung-Regisseur Steffen Popp lässt die Geschichte des in einem Kellerverlies lebenden alten Mannes und des jungen Mädchens bewusst mit kühler Distanz spielen - ein Spiel zwischen Illusion und Wirklichkeit, ein Spiel im Niemandsland der Phantasie >> geglücktes Debüt eines mit ambitioniertem Programm angetretenen jungen Vereins

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