Das UNmögliche nicht einfach in das Allgemeine assimilieren, sondern es Ausstellen wie die Populärkultur. Dem UNmöglichen aber zugleich immer Form verleihen wollen wie die Hochkultur. Post-Pop-Art sozusagen - aber im Sinne einer hochkulturellen Neu-Durcharbeitung des Pop: ein Paradox, POPP-Art also. Wer es noch unverständlicher wissen will, lese diesen Essay von Friedrich Friederichsen. Mehr Informationen zum Paradox der PoppKultur gibt es hier.
Alles zu Theorie und Theater der PoppKultur findet man unter HIRN HAND HERZ der Arbeitspalette. Wer oben auf ein Bildchen klickt, gelangt direkt zu einer Inszenierung.
Bücherwürmer können sich durch die Exzerpte aus den Wechselwetterwolken fressen.
Außerdem kann man sich im UNversum bzw. der zugehörigen UNcyclopedia über diverse UNdinge informieren. Oder auch selbst über solche berichten.
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HERBST 2010
Liebe PoppKameraden,
die Sommerferien gehen zu Ende, die neue Theatersaison startet - und dazu passend kommt die Sonne nach dem chaotischsten Rekord-Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 wieder heraus. Die Zeiten werden immer UNstabiler ... Und das wär' auch schon die Überleitung: den um genau solche UNstabilitäten geht es in den beiden kommenden Produktionen, die hier wie stets anempfohlen seien:
- HUMAN CHECKPOINT - WINTER IN QUALANDIA, ein Dokumentarstück des WuWei Theaters nach einem Roman von Lia Nirgad als deutschsprachige Erstaufführung ab dem 09.09. im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt (und andernorts)
- Das halluzinogene Jugendstück STERNE von Anja Hilling ab dem 18.09. im Hexagon der Badischen Landesbühne Bruchsal (und unterwegs im Ländle)
HUMAN CHECKPOINT ------------------------------------------------------
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„Man kann es nennen, wie man will, doch letztlich gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Geh, wohin du willst, oder: Geh zurück, wo du herkommst.“
Eine Straßensperre der israelischen Armee zwischen Ramallah und Jerusalem: Täglich werden hunderte Palästinenser der Kontrolle unterzogen. Die SoldatInnen sind überfordert, bürokratisch, aggressiv. Eine dritte Partei mischt sich ein: die Frauen der Hilfsorganisation „Machsom Watch“ (Checkpoint Wache). Sie versuchen zu verstehen, zu helfen, zu schlichten. Drei von Ihnen gewähren Einblicke in die hochexplosive Grenz-Situation, die aufgeladen ist mit Vorurteilen, Bürokratie, Angst und Gewalt. Basierend auf dem
protokollarischen Roman „Winter in Qualandia“ der Tel Aviver Journalistin Lia Nirgad wird der absurde Alltag an einem Ort bezeugt, an dem sich die Emotionen und politischen Verhältnisse unserer Zeit ballen – exemplarisch für viele Orte auf der Welt, an denen Mensch und Macht aufeinandertreffen.
Regie: Sabine Loew / Akteure: Angelika Sieburg, Nicole Horny, Anja Bilabel / Ausstattung: Andrea Uhmann / Dramaturgie: Steffen Lars Popp / Sound: Oliver Augst, Marcel Daemgen / Dramaturgische Beratung: Heike Kortenkamp
Das Projekt bildet die erste Station der Dokumentartheater-Reihe „Weltenwendenmenschen", die die Wandlungen unserer Zeit aus den drei Blickwinkeln (Ohn)Macht, Arbeit und Utopie heraus zu untersuchen versucht.
Vorbericht der FAZ: Der grosse Bruder scannt
Gefördert von: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main, dem Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main „Jubiläumsprogramm 30 Jahre Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Yafo“, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft u. Kunst u. der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen
Mehr Infos und weitere Termine im angehängten Flyer sowie hier - oder direkt am Premierenort Mousonturm.
STERNE ---------------------------------------------------------------------

„Lasst uns keine Zeit verlieren.“
Zwei junge Paare, Jana und Kalle, Susann und Anton, treffen sich in einer lauen Sommernacht im Wald, um sich Sterne einzuschmeißen. Kalle will die Droge nicht schlucken, lieber auf seine große Liebe Jana aufpassen. Jana hat für solche Ritterlichkeit nicht viel übrig und macht sich ihre eigenen Gedanken. Anton findet, dass Susann jetzt aber mal fällig ist, sexuell gesehen. Susann flüchtet sich vor ihm auf einen Baum – und stürzt in den Tod.
Die Übriggebliebenen müssen nun lernen, die Trauer und die Schuldgefühle zu bewältigen: Die Ungewissheit über Unfall im Rausch oder Selbstmord. Immer tiefer verstricken sie sich in ihrem selbstzerstörerischen und ziellosen Beziehungsgeflecht, immer wieder treibt es sie zurück an den Ort, an dem sie ihre Unschuld verloren. Und über allem schwebt der Geist von Susann.
Ein tragischkomischer Abend zwischen YouTube-Movie, Jugendlicher Eskapade und bösem Traum vom Erwachsenwerden. Ist das Leben schon Reality-Soap oder doch noch ein einziger großer Rausch?
Regie: Steffen Popp / Akteure: Kathrin Sauerborn, Juliane Schwabe, Matthias Hinz, Hartmut Jonas / Ausstattung: Rahel Seitz / Dramaturgie: Julia Sievers
Mehr Infos sowie weitere Termine hier oder direkt bei der Badischen Landesbühne.
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Einen Herbst ohne Wetter-Kapriolen aber mit vielen produktiven Verunsicherungen wünschen,
Steffen und Lars
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