>> mit Rabea Wyrwich, Ekrem Ergün, Stefan Holm, Tom Viehöfer
>> Ausstattung Ines Unser
>> Premiere am 24.01.09 im Hexagon der Badischen Landesbühne Bruchsal >> Weitere Vorstellungen: 28., 29, 30. und 31.01. / 03., 05., 06., 07., 09., 11., 13., 14., 16., 18., 22., 26. und 27.02. / 03., 04., 08., 11., 12., 18., 19., 21., 24., 25., 26. und 29.03. / 05.04. //
„Jedes Herz ist eine revolutionäre Zelle.“
Jan, Peter und Jule sind mit der Besitzverteilung in der Welt unzufrieden. Sie tun das ihre, um die Verhältnisse zu ändern: Jule verteilt bei Demonstrationen gegen Ausbeutung Flugblätter. Jan und Peter brechen in die Häuser reicher Leute ein, wo sie Möbel verrücken, Bilder umhängen und Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ hinterlassen und ihre Werke mit „Die Erziehungsberechtigten“ signieren.
Als Jules Freund Peter für eine Weile verreist ist, kommen sich Jule und Jan näher, und Jan erzählt Jule von den Aktionen der „Erziehungsberechtigten“. Jule, die dem neureichen Manager Hardenberg, an dessen Auto sie bei einem Auffahrunfall einen Totalschaden verursachte, noch 94.500 Euro schuldet, lässt sich von Jan davon überzeugen, dass reiche Menschen unmoralisch handeln. Deshalb schließt sie sich der Aktionsgruppe begeistert an und bricht zusammen mit Jan in eine Villa ein. Der Besitzer kommt überraschend nach Hause, und es stellt sich heraus, dass es sich um Hardenberg handelt. In Panik schlagen Jan und Jule Hardenberg nieder, um ihn anschließend – mit Peters Hilfe – auf eine Hütte in den Tiroler Alpen zu entführen. Dort entwickelt sich zwischen „dem Bonzen“ und den jungen Idealisten eine eigenartige Beziehung: Hardenberg entpuppt sich als Alt-68er. Er gehört zu jener Generation, die einst große Ideale hatte und nun im ehemals verhassten „Establishment“ angekommen ist.
DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI ist ein eindrückliches Portrait zweier Generationen, das mit viel Ironie und Feinfühligkeit Rebellionen gegen gesellschaftliche Gegebenheiten untersucht.