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Das UNmögliche nicht einfach in das Allgemeine assimilieren, sondern es Ausstellen wie die Populärkultur. Dem UNmöglichen aber zugleich immer Form verleihen wollen wie die Hochkultur. Post-Pop-Art sozusagen - aber im Sinne einer hochkulturellen Neu-Durcharbeitung des Pop: ein Paradox, POPP-Art also. Wer es noch unverständlicher wissen will, lese diesen Essay von Friedrich Friederichsen. Mehr Informationen zum Paradox der PoppKultur gibt es hier.

Alles zu Theorie und Theater der PoppKultur findet man unter HIRN HAND HERZ der Arbeitspalette. Wer oben auf ein Bildchen klickt, gelangt direkt zu einer Inszenierung.
Bücherwürmer können sich durch die Exzerpte aus den Wechselwetterwolken fressen.
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HAUS DER HALLUZINATIONEN

+++ Stellt euch vor: die Erde +++ Europa, die Alpen +++ Stellt sie euch vor, die Schwei­zer Alpen +++ Dort stellt euch ein abgelegenes Seitental vor, einen nach rechts gewundenen Schnitt in die Berner und Walliser Berge +++ Der Glet­scher, dessen Kriechung sich hier einst ein­gekerbt hat, zog sich über die Zeit etwas zurück und hinterließ einen Schmelzwasserfluss +++ Nahe Am Quell, dem hinteren Ende das Tals, wo zwischen den Bergen noch immer das gewaltige Rumpfstück des Gletschers ausruht, stellt euch auf dem Schatt­hang zu eurer Rechten ein Hotel inmitten der eisi­gen Witte­rung vor, in seinem Rücken von Fich­ten und Lärchen umstellt, ein paar kleine Chalets an seiner steinernen Seite +++ Es blickt zugleich herab auf das Tal, auf das Blau-, Dick- und Höckerhorn ihm gegenü­ber und zum Glet­scher hin­auf +++ Grand Hotel Paramontana steht auf einem Schild über dem Eingang +++ So riefen es noch die Men­schen, als jene Woche begann +++


Erstes Kapitel Online lesen

Schnelle geschickte Schnitte, sieben Haupt-, zahlreiche Nebenfiguren. Ihre Wege kreuzen sich in einem Hotel tief in der Schweiz. Da liegt es, einsam – und ist doch verbunden mit der Welt. Hier wird versteckt, spioniert, geforscht. Erholung? Aber ja. Winter 1996, die Bilder- und Überwachungszeit beginnt, die New Econo­my boomt. Spitzel, Sex and Drugs, ein Alter, ein Fremder, Wetter und Geld. Dazu ein Kind sowie ein undurchsichtiger Hotelbesitzer. Das Paramontana, ehrwürdig, ein wenig, alt, exzentrisch im Schnee gelegen, spekuliert. Vor allem aber hört es – und wird klüger. Und wir erraten den Rest. Denn wie jeder Horrorfilm lehrt, wie jede Komödie zeigt: nichts ist schöner, als selbst die Puzzleteile zusammenzusetzen und die ei­gene Phantasie spannungsvoll in Gang gebracht zu sehen.
(Ulrike Draesner)

Der Aufbruch ins Internet- und Globalisie­rungs-Zeital­ter mit seinem Auflösungsprozess alter Gewissheiten – und die dagegen verbindende Kraft des Hörens: Mehrere Perso­nen treffen im Februar 1996 unverhofft im Hotel Paramontana, gelegen in einem ver­schlafenen Schwei­zer Alpental, aufeinander. Unvermeidlich enthüllen sich auf engem Raum und im Lauf einer turbulenten Woche nicht nur all ihre akustischen Vorlieben, Sinnsuche­reien und Phantasieprojektionen, es wird auch manche Fra­ge an unsere di­gitale Zukunft, um die heute erbitterte Kämpfe toben, mit viel Hoffnung aber auch Nai­vität erstmals diskutiert – bis sich im rauschenden Fa­schingsfinale die Zukunft als selbst im Herrgottswinkel längst schon anwesend entpuppt.
HAUS DER HALLUZINATIONEN ist Teil einer losen Tri­logie, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Digitalisierung Vernetzung Globalisierung unserer Jahrtausendwende-Wirklichkeit zu nähern versucht.
Die Arbeit an dem Roman wurde gefördert von der "Autorenwerkstatt Prosa 2008/09" des Literarischen Colloquiums Berlin. Ein Textauszug ist auch im Märzheft der vom LCB herausgegebenen „Sprache im technischen Zeitalter" (SpritZ) nachzulesen. Außerdem gibt es eine Audio-Leseprobe auf literaturport.de.


Auszug als PDF

Interessierte Verlage können das vollständige Manuskript bzw. ein Exposé mit weiteren Leseproben gerne hier bei mir anfordern.

Bisherige öffentliche Lesungen:
- 28. Oktober 2011, Mannheim, Kaprow-Bar, zeitraumexit
- 22. Juni 2011, Offenbach-Rumpenheim, Schloßpark-Mausoleum, RUK Kultur e.V.
- 30. April 2009, Berlin, Literarischer Salon des Allianz-Treptowers in Berlin
- 31. März 2009, Berlin, Literarisches Colloquium
- 13. März 2009, Leipzig, Glashallenforum der Leipziger Buchmesse

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