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Die Träume von uns

Dokumentartheater der Zukunft

Wer eine Vision hat, der sollte zum Arzt gehen.
Helmut Schmidt

Was, wenn die Zukunft schon stattfindet – in unseren Träumen? Was, wenn wir unsere Träume untereinander teilen? Was, wenn auf diese Weise eine Sammlung entsteht: von Träumen verschiedener Nationen, Berufsfelder, von alten und jungen Visionären? Was, wenn diese Träume die Welt verändern?

helfersyndrom sammelt Zukunftsahnungen und (Tag)träume in einer angeblich visionsfreien und alternativlosen Gesellschaft und sucht darin nach Verknüpfungen und wiederkehrenden Mustern.

Das Büchlein Traumprotokolle im Hablizel Verlag wird einige dieser Träume zugänglich machen; und der Theaterabend Die Träume von uns kümmert sich um deren prophetisch-verknüpfende Interpretation: Ein Abend auf dem Traumschiff Enterprise beim Einsatzflug über die Zukunftserde. Dabei begegnen wir neben Interstellaren Ideen u.a. auch den Irrtümern der anderen, Katzencontent, Konvertitenklauern, Treppenwitzen und den Yes Men from Underground. Und wir beantworten die ultimative Frage: Hat die Menschheit Zukunft? Und wenn ja, wie viele?

von und mit helfersyndrom und vielen Mitträumern
Ausstattung/Bild/Performance: Rahel Seitz
Dramaturgie/Ton/Performance: Steffen & Lars Popp
Assistenz/Bastelarbeit/Performance: Sebastian Specht
Probenkritik: Isabelle Drexler, Wu Wei Theater, Susanne Zaun, Schüler der NGO Frankfurt
Am Traumtelefon: Felix de Mendelssohn, Thea Herold, Isolde Böhme, Hildegard Böhmer
Regie: helfersyndrom
17./18.04. Landungsbrücken Frankfurt
24./25.04. Theateratelier Bleichstraße 14H Offenbach (Karten hierzu über OF InfoCenter)
!!WIEDERAUFNAHME !!:
28./29.01.2016 Landungsbrücken Frankfurt //

Das Projekt wird weitergeführt! Wer noch Traumprotokolle spenden möchte, findet hier unseren Flyer auf deutsch oder englisch.

 
EU-Logo_EFRE-Schriftzug

Das Projekt ist eine Produktion der Traumprotokolle GbR und wurde ausgezeichnet im Rahmen der Crowdfunding-Initiative „kulturMut“ der Aventis Foundation sowie finanziell unterstützt von der Kulturstiftung der Offenbacher Sparkasse und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt. Die begleitende Publikation „Traumprotokolle“ im Hablizel-Verlag wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Hessen kofinanziert.

Außerdem danken wir an dieser Stelle nochmal gesondert unseren Startnext-„Traumgeldspendern“: Idearepublic, Michaela Binder, Verena Lettmayer, Maike Ossenberg, Heike Scharpff, Anna Seitz, Markus Friedmann und Johannes von Grundherr!

Bilder & Sounds



Presse

Kritik der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG: Wir wissen, was wird
Vorbericht der FRANFURTER RUNDSCHAU: Ungewöhnliche Kulturprojekte

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Traumprotokolle

Hosentaschenfibel für Traumagenten
von helfersyndrom
mit Illustrationen von Zejlko Vidovic

Wer eine Vision hat, der sollte zum Arzt gehen.
Helmut Schmidt

Theodor W. Adorno tat es, Heiner Müller und viele andere ebenso: ihre Träume protokollieren. Was erhoffen sie sich von dem Versuch, das absolut Flüchtige festzuhalten? Charlotte Beradt fand in den 30ern des vorherigen Jahrhunderts heraus, dass Träume nicht nur Psychoanalytiker beschäftigen, sondern auch eine Menge gesellschaftspolitisch relevanter Informationen, teilweise sogar unsere Zukunft enthalten können. Wir haben also einfach mal eine gewisse Menge an Träumen unterschiedlichster Menschen gesammelt und sie im vorliegenden Büchlein zu einem sozialen Traumtext montiert. Im Zeitalter der Überwachung ist der Traum unsere ungestörteste, ungefi ltertste, uns alle verbindendste Kommunikation. Solange wir es nicht Computerspielen, Apple-Gadgets, Hollywood oder der Werbung überlassen, ihn für uns zu »designen«. Das vorliegende Büchlein mag also als ein Kassiber alternativer Visionen in einer angeblich visionsfreien und alternativlosen Gesellschaft dienen. Oder umgekehrt die Untragbarkeit des Ist-Zustandes mittels innerer Bilder aussprechen. So oder so: Wer versteht, wovon wir hier reden, wird diese Träume zu deuten wissen. Dream on!

helfersyndrom ist ein offenes Label für theatrale Hilfsaktionen verschiedener Künstlerinnen und Künstler aus dem Gebiet Rhein/Main und darüber hinaus. helfersyndrom-Arbeiten eint, dass sie in Co-Abhängigkeit von Dritten, in Ankoppelung an bereits vorhandene gesellschaftliche Strukturen und Formate durchgeführt werden. Sie erproben unterschiedliche Formen von Netztheater, sind theatrale Blindstudien mit ungewissem Ausgang. helfersyndrom ist dabei selbst Abhängiger seiner Aktionen, wie deren Gelingen immer von der Hilfe derer abhängt, mit denen es sich verstrickt.

Reihe small parts isolated and enjoyed
Juni  2015
Rückendrahtheftung
44 Seiten
4,90 Euro (D)
ISBN 978-3-941978-20-1

Bestellungen jenseits vom Amazonas: beim Buchhändler Ihres Vertrauens oder direkt beim Verlag

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WAS IHR WOLLT: Theatrales Findbuch

Performance | Dokumentarstück

Jetzt – so die zentrale Botschaft aller Reden über die Zukunft – müssen wir die Entscheidungen darüber treffen, wie wir zukünftig leben wollen. Da jedoch die Zukunft auch nicht mehr ist, was sie früher einmal war, nehmen wir uns nun dieser vielleicht rätselhaftesten Erfindung des menschlichen Geistes an. Zitate aus medialen Erregungs-, Wehklage-, und Beschwichtigungs-Kampagnen werden in den Raum geschleudert. Die Zukunft ist ein Rausch(en). Zwischendurch wird Polka getanzt und vornehm masturbiert und zwar zu dritt, um endlich die Fülle zukunftsbeflissener Wirklichkeiten auf, vor und hinter der Bühne so heftig in die Mangel zu nehmen, dass daraus wieder Möglichkeiten werden.

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Ich finde es gut, daß im Theater alle umsonst arbeiten. Da ist man doch gerne dabei.

Performance | Dokumentarstück

Drei Performerinnen treten als hyperkulturelle Zitatensammlung und Identitätshervor-bringerinnen in die Arena. Yeah! Sie sind Medea, Iphigenie, Maria Stuart, Elisabeth, Nora, Käthchen, Orlando, diverse Nebenfiguren – meist weibliche yeah! – entindividualisierte, fragmentarisierte Figuren des Postdramatischen, sie spielen yeah! sich selbst genauso authentisch, wie Sie, Ihre Mutter oder sonstwen. Sie gehen der Frage nach, ob und inwiefern die sogenannte kreative Klasse yeah! yeah! yeah! wirklich, wie manche behaupten, zum Vorbild für zukünftige Arbeitswelten taugt: Sie exhibitionieren ihre Produktionsbedingungen, sie kämpfen gegen ihre eigene Abschaffung und nennen es Arbeit. WOW! Am Ende des fordistischen Zeitalters kann den Gesellschaften doch nichts Besseres passieren, als dass alle, die noch nicht Manager sind, freie Künstler werden – Yeah and WOW!

von WUWEI REKORT LOEW
Deutschsprachige Erstaufführung
mit Anja Bilabel, Nicole Horny, Angelika Sieburg sowie Jugendlichen Experten der Arbeit(slosigkeit) aus Gelsenkirchen, Recklinghausen, Oberhausen
Ausstattung: Andrea Uhmann
Produktionsdramaturgie und kulturpädagogische Leitung: Heike Kortenkamp
Text und Konzept: Steffen&Lars Popp, Heike Kortenkamp, Ensemble
Sound: Oliver Augst und Marcel Daemgen
Regie und Video: Sabine Loew
Produktion: WUWEI REKORT LOEW in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und RE/init e.V. Recklinghausen. Gefördert mit einer dreijährigen projektgebundenen Konzeptionsförderung vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Minsterium für Wissenschaft und Kunst, der Bodo-Sponholz-Stiftung.
Organisation: Hartmut Nawin-Borgwald
Premiere am 22.09.11 im Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt
Weitere Vorstellungen: 23.-25.09. / 27. und 28.09. Ka.3 Re/Init e.V. Recklinghausen / 16.-19.11. beim Festival „Werktage“ (im Doppelpack mit dem „Ameisenreport“ von scharpff & team) in den Landungsbrücken Frankfurt // 05. und 06.05. 2012 i-camp/Neues Theater München //  15.10.2013 Theater der Stadt Marl //  09.,10.,15. und 16.04.14, Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt //
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Human Checkpoint

Performance

Eine Straßensperre der israelischen Armee zwischen Ramallah und Jerusalem: Täglich werden hunderte Palästi­nenser der Kontrolle unterzogen. Die SoldatInnen sind überfordert, bürokratisch, ag­gressiv. Eine dritte Partei mischt sich ein: die Frauen der Hilfsorganisation „Machsom Watch“ (Checkpoint Wache). Sie versuchen zu verstehen, zu helfen, zu schlichten. Drei von Ihnen ge­währen Einblicke in die hochexplo­sive Grenz-Situation, die aufgeladen ist mit Vorurtei­len, Bürokratie, Angst und Gewalt. Basierend auf dem protokollarischen Roman „Winter in Qualandia“ der Tel Aviver Journalistin Lia Nirgad wird der absurde Alltag an ei­nem Ort bezeugt, an dem sich die Emotionen und politischen Verhältnisse unserer Zeit ballen – exemplarisch für viele Orte auf der Welt, an denen Mensch und Macht aufeinandertreffen.

von WUWEI REKORT LOEW
nach dem Roman „Winter in Qualandia“ von Lia Nirgad
Deutschsprachige Erstaufführung
mit Anja Bilabel, Nicole Horny, Angelika Sieburg
Ausstattung
: Andrea Uhmann

Dramat. Beratung: Heike Kortenkamp
Dramaturgie: Steffen Lars Popp
Sound: Oliver Augst, Marcel Daemgen
Regie: Sabine Loew
Gefördert von: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main, dem Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main „Jubiläumsprogramm 30 Jahre Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Yafo“, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft u. Kunst u. der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen
Premiere am 09.09.10 im Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt >> Weitere Vorstellungen: 10., 11. und 12. 09. / / 01., 02., 03. und 04.11. (Romanfabrik Frankfurt) / 09. und 10.11. (Ruhrfestspiele Recklinghausen) // 09.,10.,15. und 16.04.14, Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt //
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Control.Remote.

Tanzperformance

Du, dein Körper und die Maschine: Eine binäre ménage à trois, ein Amalgam aus Tech-Prothesen und Projektionen in den Cyberraum. Zwei Performerinnen im Technologie-Geflecht, im Spiel von Verschaltung und Überlagerung – Microsl@ves oder Cyborgbodies, das ist hier die Frage.
Wohin wird die Reise gehen, wenn alles und jeder schon drin ist, im digitalen und kapitalen Netz. Ein Abend zwischen Automaten, Schweißflecken, kybernetischen Sounds und angewandter Informationstheorie – im Wettstreit von Zufall und Programmierung.

von Profi Kollektion, mit Unterstützung von helfersyndrom
mit Vivien van Deventer und Isabelle Drexler
Sound/Programmierung: Falk Hübner
Ausstattung/Bild: Katja Kämmerer
Dramaturgie: Steffen Lars Popp
Regie: Jan Deck, Katja Kämmerer
Premiere am 16.04. im Gallustheater, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 17. und 24.04. // sowie am 21. (21.30 Uhr) und 23.05. (18.00 Uhr) in den Landungsbrücken //
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Die Wahrheit der Kunst im Zeitalter des Digitalen

Theorie

– Plädoyer für die Passion des Paradoxes –

Wahrheit ist eine Ameisenidee. Viel wichtiger als Wahrheit ist Phantasie.
(Heiner Müller)

PROLEGOMENA

-In der Kunst gibt es weder eine Autonomie beanspruchende Poetik oder Theo­rie noch eine autonome Praxis. Das eine ist nie ohne die Kritik durch das ande­re denk- und machbar. Theorie und Praxis der Kunst sind ein auszuhaltendes produktives Paradox.

-Dieser Text versucht sich also an einem unmöglichen Diskurs: einer Art para­doxalen und unabgeschlossenen Phänomenologie / Philosophie der künstleri­schen Theorie und Praxis. Er folgt einerseits dem Gestus einer kühnen Behauptung, andererseits dem eines work in progress.

-Ein Paradox besteht aus zwei sich gegenüberstehenden Polen, deren Spannungs­verhältnis in einem weder dialektischen (nach Synthese strebenden) noch dis­junktiven (sich beide Pole unterordnenden) Dritten ausgehalten wird. Die fol­gende Fragmente behaupten für die ersten beiden Elemente die Namen Phanta­sie und Physis, für das dritte den Namen Pathos.


Vollständiger Text als PDF

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Redirected

installative Performance-Serie

Das Projekt untersuchte in mehreren Etappen Schnittstellen zwischen realem Körper und virtuellem Raum sowie realem Raum und virtuellen Körper anhand des Erschaffungsprozesses von vier virtuellen Figuren (AgentP, Beast24w, drDONGLE und javajane). Diese Avatare vertreten jeweils die netzbezogenen Themen Gewalt, Therapie, Sex und Wissen.

von Bodo Jentzsch, Jens Heitjohann, Steffen Popp
Orte: Mousonturm Frankfurt, ZMI Giessen, Messe Offenbach und im Internet
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