Alle Artikel mit dem Schlagwort “Festival

Kommentare 0

A book a day keeps Blödness away // 5 Jahre Hablizel Verlag

Hablizel wird 5! In der Galerie Gold + Beton wird das fünfjährige Bestehen des Independent-Verlags gefeiert:
Vom 02. – 05. Oktober gibt es dort Lesungen eigener und befreundeter Autorinnen und Autoren, eine von den Hablizlern zusammen mit freundschaftlich verbundenen Verlagen, Buchhändlern und Literaturjournalisten zusammengestellte temporäre Stadtteilbibliothek, Konzerte befreundeter Bands, DJ-Sets, eine von Mario Lombardo kuratierte Ausstellung von Exponaten rund um die Bücher und, ganz wichtig, jeden Abend Party. Am Eröffnungsabend steht sogar die Kölner DJ- und Produzenten-Ikone, der langjährige Spex-Redakteur Tobias Thomas hinter den Plattenspielern. Kurz: Es gibt Lieblingsbücher, Kunst, Musik, Kaffee, Kuchen, Bier.
Der Hablizel Verlag kümmert sich um zeitgenössische, leicht fantastische Literatur. Das ergibt bisher 10 Bücher in fünf Jahren, von Wolfgang Frömberg, Katha Schulte, Dietmar Dath, Raouf Khanfir, Justin Courter, Ole Wagner, Alfred Jansen, Stephan Glietsch, Ulrike Serowy und Lars Popp. Gestaltet werden wir vom tollen Bureau Mario Lombardo, Berlin. Gelesen wird oft und gerne im King Georg, Köln.

Lars liest am Sonntag, 05. Oktober, 16.00; natürlich aus dem Haus der Halluzinationen.
Das vollständige Programm gibt es hier.

Kommentare 0

Echo auf’s Büchnerfestival

Schönes Echo von Wilhelm Roth auf BÜCHNER international von der Deutschen Bühne im Heft 08/13:

Überblickt man die sechs Produktionen aus aus sechs Ländern sowie als siebtes Beispiel „Woyzeck“ aus Israel bei den Maifestspielen in Wiesbaden, so drängt sich der Gedanke auf, vielleicht ist nicht Faust, sondern Woyzeck die zentrale Figur des deutschen Theaters. (…) Das Gießener Festival Büchner international hat gezeigt, wie spannend es sein kann, ein einziges Stück in den Mittelpunkt zu stellen.

Während Roth sich wirklich alle Woyzecks am Festival angesehen hat und über seine Eindrücke dazu berichet, hat Shirin Sojitrawalla im aktuellen Heft 09/13 von Theater der Zeit hingegen nur „Woyzeck on the Highveld“ der Handspring Puppet Company gesehen. Und die Gießener Eigenproduktion „Buch.Bühne.Büchner“. Während Letzere eher abgewatscht wird, bekommt „Woyzeck on the Highveld“ auch von ihr sehr warme Worte:

Und nach neunzig Minuten Drama und heftigem Schlussapplaus staunt man auch darüber, dass Büchners Woyzeck in einer anderen Sprache überhaupt so gut funktioniert, scheint diesen Kerl doch nichts so sehr auszuzeichnen wie sein verzweifelnd splitternder deutsche Sprachduktus.

Ach ja, letztens hatte ich hier vergesen zu erwähnen: das Festival konnte neben generell recht viel Applaus beim Publikum erstaunliche drei Standing Ovations einfahren! Dies für „Woyzeck Version Fukushima“ vom japanischen Seiryu Theater, für den „Woyzeck“ des koreanischen Sadari Movement Laboratory und den Abschluß mit Dantons Tod vom griechischen Onassis Cultural Centre. Das waren all die Mühen mehr als belohnende Momente!

Mehr Pressefeedback und auch Bilder gibt es zum Monatswechsel, wenn die Nacharbeiten abgeschlossen sind.

Kommentare 1

Festivalkater und finales Buchkämmen

Es ist geschafft! Ich leihe mir die Worte meiner Orga-Kollegin Julia Hansleimer:

13 Nationen, 66,871km Anreise aus aller Welt, 239 Gastkünstler (davon: 165 aus dem Ausland), 81 Veranstaltungen, 116.432 Telefon-Minuten, 10.745 Mails, 478,6 Liter Kaffee, 63 Versionen Grob-Dispo, 11 Korrekturfahnen Deckblatt Arbeitsbuch, 8.748 Blatt Papier, 42.500 Flyer, 367 kopierte CD/DVDs, 9 Tage Festival, durchnschnittlich 40h Schlaf …

Ich benötigte erstmal ein paar Tage, um in den Alltag zurückzufinden – und hier darüber zu posten. Alles in allem: dieses Festival war eine echte Erfahrung, die ich nicht so schnell vergessen werde; hier gibt es eine erste Presse-Echo-Übersicht. Mehr folgt nach der Sommerpause.

Ach so: Gesondert erwähnen sollte ich vielleicht diesen Artikel der Gießener Allgemeinen über meine Schizophrenie. Äußerst passend: denn zügig nach dem Büchnerfestival habe ich mit dem letzten Durchlauf durch mein Romanmanuskript Haus der Halluzinationen begonnen, bevor es in die Endkorrektur und den Satz geht:

Haus der Halluzinationen Manuskript

Das wurde auch höchste Eisenbahn – immerhin soll das Ding im Herbst bei Hablizel erscheinen!