Alle Artikel mit dem Schlagwort “pop(p)-ART

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Neues von der UNkunst

Passend zu 09/11, das Stockhausen ja bekanntlich als größtes Kunstwerk bezeichnet hat, mal wieder zwei Hinweise zur Frage: Was macht die Digitalisierung mit der Kunst?

Dirk von Gehlen nämlich postete neulich ein vielsagend-witziges Video von Buzzfeed weiter, das zu visualisieren versucht, was passiert, „If The Art World Had To Deal With YouTube Comments„.

Und auf golem.de war mal wieder von kreativen Maschinen zu lesen, die bald den Menschenkunsthandwerker obsolet machen könnten: Kunst, ausgerechnet!

Treffender ist eigentlich nicht zu konstatieren, das Kunst heute schon nicht mehr nur an den Rändern stattfindet, sondern vor allem in der „neuen“ (alten ?) Mitte. Also irgendwie überall und nirgends. Ob das Ende der Kunst durch die Kunst aber nun eher gut oder schlecht für die Kunst ist … das weiß ich im Moment auch nicht so genau.

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Re-Redesign

Zurück aus dem Urlaub: Nach dem großen Umzug auf WordPress letztes Frühjahr habe ich die Sommerferien heuer für ein weiteres kleines Theme-Update genutzt. Statt Elmastudios „Pohutukawa“ kommt nun das neuere „Baylys“ zum Einsatz. Es unterscheidet sich nur in kleinen Details von seinem Vorgänger, aber in für mich entscheidenden. Abgesehen von der ästhetischen Anmutung nämlich steht jetzt mit der Palette ein übersichtliches Portfolio der Projekte zur Verfügung, außerdem werden im Header die letzten Theaterprojekte als Slider angezeigt, was vorher nur händisch und ohne Verlinkung funktionierte. Damit sind die bisherigen Übersichten der Inszenierungen und Veröffentlichungen auf der rechten Seitenleiste überflüssig geworden und das Ganze wird aufgeräumter. Und weil zudem die Kategorie-Tags nun auch schon in der Vorschau unter den Artikeln stehen, kann auch auf die allzu überdeutliche Farbcodierung für die drei Hauptbereiche Theaterarbeit Textarbeit Theoriearbeit verzichtet werden.

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Das Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst

Es geht um eine Kunst, die Anfänge anzeigt, wo Nihilismus herrscht, eine Kunst, die Modelle zuvorkommender Freiheit vor Augen führt und trotz allem, was dagegen spricht, eine anfängliche Entscheidung aufruft, eine immer wieder »erste Sprechweise, eine der Frage vorausgehende, zuvorkommende Antwort, Verantwortung für den Nächsten, die durch ihr ›für-den-Anderen‹ das ganze Wunder der Gebens ermöglicht.«
Das Zuvorkommende, diese Geste der Verantwortung eines in sich zerrissenen anfänglichen Sprechens, ist das Unverhoffte der Kunst. Kunst ist eine jeder Frage zuvorkommende Antwort für den Anderen. Weiterlesen

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Das Zuvorkommende (VI): Die UNfreiheit der Kunst

Freiheit als Freiheit für den anderen, als Verantwortung der Personalisierung, in dessen Verlauf der Mensch versucht, etwas aus dem zu machen, wozu man ihn gemacht hat? (…) Die Annahme eines Für-den-anderen des Subjekts könnte hierbei hilfreich sein, denkt sie doch das Subjekt als ein vom anderen (Menschen) her entfacht und so immer schon als verantwortlich. (…) Eine Verantwortung der Form für den Anderen befreit das Künstlersubjekt von der abgründigen Langeweile narzisstischer Depression und könnte das Subjekt der Kunst, das heißt das Werk, von vielen toten Theorien und Reduktionismen ideologiekritischer, kulturpessimistischer und kunstmetaphysischer Provenienz, freistellen.
Wilfried Dickhoff: Das Zuvorkommende. Eine Kunstkritik. Zürich-Berlin: Diaphanes, 2009, S. 41

Siehe auch UNtransparenz und das Spiel des Narziss.

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Das Zuvorkommende (V): Die UNtopie der Kunst

Das Unmögliche hat nichts mit der Utopie zu tun. Utopie ist Projektion eines Imaginären ins Unwirkliche einer Zukunft die es nicht geben wird. Das Un-Mögliche ist demgegenüber eine Figur des Wirklichen. Kunst, die sich dem stellt, ist eine weder idealistische noch realistische Parade des Un-Möglichen im Hier und Jetzt. (…) Das heißt aber nicht, das Unmögliche sei als nur scheinbar unmöglich zu erweisen und derart ins Reich des Möglichen aufzunehmen. Das Unmögliche ist und bleibt unmöglich; nur als solches ist es das, was wirklich zählt, zum Beispiel die Machtlosigkeit, die Gerechtigkeit, die Freiheit, die Gabe und all das, was wirklich zählt, in der Kunst und im wirklichen Leben. (…) »Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen« (Friedrich Nietzsche). Und ich möchte hinzufügen: der Schrecken der Wahrheit ist die Wahrheit der Kunst. Weiterlesen