Hotline Hotel. In: Norber Miller, Joachim Sartorius (Hg.): "SpritZ (Sprache im
technischen Zeitalter). Literaturzeitschrift des Literarischen
Colloquiums Berlin. Nr. 189, März 2009, 47. Jahrgang.
Blindensuche. Minimelodrama. In: Shanghai Opera. Literatur in Mittelhessen. Zeitschrift des Literaturbüro Gießen, 2004
MATT. Kurzgeschichte. In: Treffpunkt der Sinne. Infobroschüre von Cross Art e.V. und Landestheater Coburg, 2002
Theorie:
Zwischen Meuten und Maschinen - Theater der Vernetzung. In: Theatralität Online. "Lingener Reihe für Theaterpädagogik". Schibri-Verlag, VÖ: Herbst/Winter 2009
Jens Heitjohann, Steffen Popp: Redirecting the Net - Theatrale Streifzüge zwischen Biotechnologie und Semiotik.
In: Christoph Bieber, Claus Leggewie (Hg.): "Interaktivität. Ein
transdisziplinärer Schlüsselbegriff". Reihe "Interaktiva". Campus
Verlag, 2004
Shakespeare goes Gothic. Horror und Phantastik im Drama am Beispiel von King Lear. Schriftenreihe und Materialien der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Band 62. Wetzlar: Phantastische Bibliothek, 2004.
>> ein Tonterror-Livehörspiel von Lars Popp und helfersyndrom, frei nach Motiven im Werk von William S. Burroughs >> mit Susanne Zaun und Philipp Schulte >> Dramaturgie: Julia Siebert >> Premiere am 11.03.10 bei zeitraumexit Mannheim >> Weitere Vorstellungen 12. und 13.03. //
Inspiriert von Motiven im Werk von William S. Burroughs diskutieren und gründen in HEAVY METALL KIDS zwei Jugendliche der iPod-Generation eine Ton-Guerilla mit dem Ziel einer „elektroakustischen Revolution“. Mit reichlich Trash-Ironie erzählt ihr Hör-Spiel von gemeinsamen
„Tonterror“-Aktionen, dem Aufruf und der Anleitung zum Mitmachen und schließlich der totalen Ton-Apocalypse.
Radio- und Podcast-Ästhetik begegnen sich in der gegenseitigen Verstrickung von Strategien des Widerstands und deren "cooler" Affirmation in der Popkultur.
Interview mit dem SWR2 (Dschungelmagazin "Machete") vom 04.03. hören:
>> Stück von Simon Stephens >> mit Katharina Dalichau, Emilia Haag, Stefan Diekmann, André Felgenhauer >> Ausstattung: Rahel Seitz >> Dramaturgie: Alexandra Jacob >> Premiere am 31.10.09 im Studio des Rheinischen Landestheaters Neuss >> Weitere Vorstellungen: 06., 14. und 29.11. / 12. und 16.12. / 16. und 24.01. / 19.02. / 05.03. //
Der achtzehnjährige Jamie wünscht sich mit seiner Freundin Lynsey ein besseres Leben weit weg von zu Hause: einen guten Job und ein Häuschen mit Garten. Um seine Träume zu verwirklichen, wird er gewalttätig: Mit einem geklauten Auto überfällt er die nächste Tankstelle und sticht den Jungen an der Kasse nieder. Doch einmal im Leben falsch abgebogen, geht auch alles weitere schief - und so findet sich Jamie einige Jahre später wegen Mordes im Gefängnis wieder. Er erfährt, dass Lynsey mit der gemeinsamen Tochter Emma woanders ein neues Leben ohne ihn angefangen hat. Mit 39, endlich aus der Haft entlassen, sieht Jamie zum ersten Mal Emma wieder. Inzwischen ist sie erwachsen geworden und erinnert sich kaum noch an ihn. Droht auch sein letzter Traum - die Aussöhnung mit seiner Tochter - zu zerplatzen?
Kritik der DEUTSCHEN BÜHNE: Ohh... Kritik der NEUSS-GREVENBROICHER ZEITUNG: Begierig nach Biederkeit Kritik des WDR5 (Scala - Aktuelles aus der Kultur) vom 09.11. hören:
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COUNTRY MUSIC, eine Art Roadmovie, erzählt vom Erwachsenwerden, von unerfüllten Träumen und Fehlentscheidungen, aber auch von Hoffnungen und Sehnsüchten.
>> eine andertouristische Reise-Performance der geheimagentur >> Erster Teil am 14.08., 21 Uhr (90 min) >> Zweiter Teil am 29.08., 20 Uhr (120 min) >> Jeweils Kampnagel Hamburg, Internationales Sommerfestival //
„Book your next escape on british airways.com!“– Ferien sind Flucht. Wir flüchten aus unbefriedigenden Wirtschaftsverhältnissen, wir wollen raus aus der Arbeit, der alltäglichen Verknappung von Geld, Zeit, Leben: Wir sind Wirtschaftsflüchtlinge. Doch kaum sind wir raus aus der einen Ökonomie, landen wir schon in der nächsten: An den Pool kommt man nur mit Chip-Karte, die meisten netten Locals müssen uns was verkaufen und wir verwandeln uns umgehend in Agenten „touristischer Erschließung“. Die Tourismus-Industrie ist eine Schlepperbande, die aus unseren Fluchtimpulsen ein Geschäft macht.
Zugleich ist Tourismus aber auch ein bisschen wie Theater: Resorts sind quasi die Musicals unter den touristischen Angeboten; die Tipps aus dem Reiseführer die Handlungsanweisungen der Performance Art. Höchste Zeit also, die „tourism art“ zu erfinden und mit ihr neue Fluchtwege. Mit DIE GET-AWAY-GALA 01 veranstaltet die geheimagentur einen Crashkurs in Tourism Art und vergibt Stipendien für Forschungsreisen in einen anderen Tourismus. Und wenn am Ende des Festivals alle wieder da sind, dann feiern wir die GET-AWAY-GALA 02: Urlaub als Kunstform.
helfersyndrom war an der GET-AWAY-GALA mit dem Forschungsbeitrag / dem Fluchthilfe-Travelguide "reykjavik: THE SPIRIT OF CRISIS" beteiligt, hier ein Ausschnitt aus der Installation:
Eine Katastrophe wegen einer weißen Holzspanplatte: Serge hat sich ein Monochrom - ein völlig weißes Bild - gekauft. Marc wittert hinter dieser Investition keine Kunstleidenschaft, sondern bestenfalls dekadente Allüren - und somit das Schlimmste, was einer Freundschaft passieren kann: Unehrlichkeit. Yvan wird als dritter im Bunde immer tiefer in den nun aufflammenden Konflikt hineingezogen. Während ein Kampf um persönliche Ideale entbrennt und das leere Bild zum Auslöser absurdester Boshaftigkeiten wird, steuert die langjährige Freundschaft scheinbar unweigerlich einer Katastrophe entgegen...
>> Tanzperformance von Profi Kollektion >> mit Vivien van Deventer und Isabelle Drexler >> Sound/Programmierung: Falk Hübner >> Ausstattung/Bild: Katja Kämmerer >> Dramaturgie: Steffen Popp >> Regie: Jan Deck, Katja Kämmerer >> Premiere am 16.04. im Gallustheater, 20 Uhr >> weitere Vorstellungen: 17. und 24.04. // sowie am 21. (21.30 Uhr) und 23.05. (18.00 Uhr) in den Landungsbrücken //
Du, dein Körper und die Maschine: Eine binäre ménage à trois, ein Amalgam aus Tech-Prothesen und Projektionen in den Cyberraum. Zwei Performerinnen im Technologie-Geflecht, im Spiel von Verschaltung und Überlagerung - Microsl@ves oder Cyborgbodies, das ist hier die Frage.
Wohin wird die Reise gehen, wenn alles und jeder schon drin ist, im digitalen und kapitalen Netz. Ein Abend zwischen Automaten, Schweißflecken, kybernetischen Sounds und angewandter Informationstheorie - im Wettstreit von Zufall und Programmierung.
>> Stück von Gunnar Dreßler / Hans Weingarnter >> mit Rabea Wyrwich, Ekrem Ergün, Helge Gutbrod und Stefan Holm >> Ausstattung: Ines Unser >> Premiere am 24.01.09 im Hexagon der Badischen Landesbühne Bruchsal >> Weitere Vorstellungen im Hexagon: 30. und 31.01. / 06., 07., 13., 22., 26. und 27.02. / 04., 14., 19., 26. und 29.03. / 05. und 29.04. / 05.05. //
Jan, Peter und Jule sind mit der Besitzverteilung in der Welt unzufrieden. Sie tun das ihre, um die Verhältnisse zu ändern: Jule verteilt bei Demonstrationen gegen Ausbeutung Flugblätter. Jan und Peter brechen in die Häuser reicher Leute ein, wo sie Möbel verrücken, Bilder umhängen und Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ hinterlassen und ihre Werke mit „Die Erziehungsberechtigten“ signieren.
+++ Stellt euch vor: die Erde +++ Europa, die Alpen +++ Stellt sie euch vor – die Schweizer Alpen +++ Dort stellt euch ein abgelegenes Seitental vor, wie eine Scharte im Biss der Berner und Walliser Bergreihen +++ Der Gletscher, dessen Kriechung sich hier eingekerbt hat, schmolz über die Zeit ein Stück ab und hinterließ einen Fluss +++ Am hinteren Ende das Tals und Ursprung des Flusses, stellt euch auf dem südlichen Schatthang ein Hotel inmitten der eisigen Witterung vor; in seinem Rücken von Fichten und Lärchen umstellt, ein paar kleine Chalets an seiner steinernen Seite +++ Es blickt herab auf das Tal, auf das Blau-, Dick- und Höckerhorn ihm gegenüber und zum Gletscher zu seiner Rechten hinauf +++ Grand Hotel Paramontana steht auf einem Schild über dem Eingang +++ So riefen es noch die Menschen, als es begann +++
Schnelle geschickte Schnitte, sieben Haupt-, zahlreiche Nebenfiguren. Ihre Wege kreuzen sich in einem Hotel tief in der Schweiz. Da liegt es, einsam – und ist doch verbunden mit der Welt. Hier wird versteckt, spioniert, geforscht. Erholung? Aber ja. Winter 1996, die Bilder- und Überwachungszeit beginnt, die New Economy boomt. Spitzel, Sex and Drugs, ein Alter, ein Fremder, Wetter und Geld. Dazu ein Kind sowie ein undurchsichtiger Hotelbesitzer. Das Paramontana, ehrwürdig, ein wenig, alt, exzentrisch im Schnee gelegen, spekuliert. Vor allem aber hört es – und wird klüger.
Und wir erraten den Rest. Denn wie jeder Horrorfilm lehrt, wie jede Komödie zeigt: nichts ist schöner, als selbst die Puzzleteile zusammenzusetzen und die eigene Phantasie spannungsvoll in Gang gebracht zu sehen. (Ulrike Draesner)
Der Aufbruch ins Internet- und Globalisierungs-Zeitalter mit seinem Auflösungsprozess alter Gewissheiten – und die dagegen verbindende Kraft des Hörens: Mehrere Personen treffen im Februar 1996 unverhofft im Hotel Paramontana, gelegen in einem verschlafenen Schweizer Alpental, aufeinander. Unvermeidlich enthüllen sich auf engem Raum und im Lauf einer turbulenten Woche nicht nur all ihre akustischen Vorlieben, Sinnsuchereien und Phantasie-Projektionen, es wird auch manche Frage an unsere digitale Zukunft, um die heute erbitterte Kämpfe toben, mit viel Hoffnung aber auch Naivität erstmals diskutiert – bis sich im rauschenden Faschings-Finale die Zukunft als selbst im Herrgottswinkel längst schon anwesend entpuppt. HAUS DER HALLUZINATIONEN ist Teil einer losen Trilogie, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung/Vernetzung auf unser Leben und unsere mediale Wahrnehmung der Wirklichkeit um die Jahrtausendwende beschäftigt.
[Der Text ist Kontamination und Cut-Up von Shakespeares ALL IS TRUE (Henry VIII), dessen vermutlich dritte Aufführung der Brand des Globe Theater am 29. Juni 1613 ein unverhofftes Ende setzte, mit Zeugenaussagen zu diesem Ereignis, dem Interview-Geist Heiner Müllers, der Nachricht vom Brand in den Universal Film-Studios am 01. Juni 2008 und Inhalten aus zwei eigenen dramatischen Totgeburten. Der Rest ist Remix.]
Ein Bühnenkrimi in Rückblenden und Parallelhandlungen, der nach und nach eine ungeheuerliche Familiengeschichte enthüllt, deren Wurzeln im Bürgerkrieg liegen.
Die Popp-Art finde ich eine überzeugende Namensgebung: schlicht, einprägsam und mit ein wenig Größenwahn gewürzt, der als innere Notwendigkeit verziert daherkommt und sich auf dem Weg entschuldigt. Gut getroffen! (Julia Siebert - zeitraumexit)
Man darf nicht zögern, Theoretiker zu sein; man muß auf allen Fronten angreifen. Eine Überdosis Theorie erzeugt eine eigenartige Dynamik. (Michel Houellebecq: Die Welt als Supermarkt, S. 45)