23. August 2010 - 9:53
>> Performance von WuWei rekorT Loew
>> nach dem Roman "Winter in Qualandia" von Lia Nirgad
>> Deutschsprachige Erstaufführung
>> mit Anja Bilabel, Nicole Horny, Angelika Sieburg
>> Ausstattung: Andrea Uhmann
>> Dramaturgie: Steffen Lars Popp
>> Sound: Oliver Augst, Marcel Daemgen
>> Dramat. Beratung: Heike Kortenkamp
>> Premiere am 09.09.10 im Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt >> Weitere Vorstellungen: 10., 11. und 12. 09. / / 01., 02., 03. und 04.11. (Romanfabrik Frankfurt) / 09. und 10.11. (Ruhrfestspiele Recklinghausen) //

Zur Bildergalerie [© Alexander P. Englert]
„Man kann es nennen, wie man will, doch letztlich gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Geh, wohin du willst, oder: Geh zurück, wo du herkommst.“
Eine Straßensperre der israelischen Armee zwischen Ramallah und Jerusalem: Täglich werden hunderte Palästinenser der Kontrolle unterzogen. Die SoldatInnen sind überfordert, bürokratisch, aggressiv. Eine dritte Partei mischt sich ein: die Frauen der Hilfsorganisation „Machsom Watch“ (Checkpoint Wache). Sie versuchen zu verstehen, zu helfen, zu schlichten. Drei von Ihnen gewähren Einblicke in die hochexplosive Grenz-Situation, die aufgeladen ist mit Vorurteilen, Bürokratie, Angst und Gewalt. Basierend auf dem protokollarischen Roman „Winter in Qualandia“ der Tel Aviver Journalistin Lia Nirgad wird der absurde Alltag an einem Ort bezeugt, an dem sich die Emotionen und politischen Verhältnisse unserer Zeit ballen – exemplarisch für viele Orte auf der Welt, an denen Mensch und Macht aufeinandertreffen.
Vorbericht der FAZ: Der grosse Bruder scannt
Bericht von 3Sat - Kulturzeit am 13.09: Kulturzeit: Tipp - Human Checkpoint
HUMAN CHECKPOINT – WINTER IN QUALANDIA ist die erste Station einer dreiteiligen performativen Forschungsreihe. Drei Performerinnen machen sich als Protokollantinnen und Berichterstatter des Wandels auf den Weg, uns WELTENWENDENMENSCHEN in den Blick zu nehmen. Geht es im Erstling um den Menschen als Ohnmachtstier in der Grenz-Situation, untersuchen die folgenden Stationen den Menschen als Arbeits- und Gewohnheitstier und als utopisches Gemeinschaftstier der Zukunft. Die inhaltlichen wie ästhetischen Erfahrungen jeder Station werden dabei stets in die nächste transportiert und dort weiterverwandelt. So wird diese Projektreihe auf allen Ebenen und für Macher wie Zuschauer zu einer gemeinsamen, kontinuierlichen Reise.
Gefördert von: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main, dem Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main „Jubiläumsprogramm 30 Jahre Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Yafo“, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft u. Kunst u. der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen
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