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PRAXIS

Inszenierungen, Installationen, Literaturen

Übersicht

THEATERKUNST (von Steffen Popp)

TEXTKUNST (von Lars Popp)

Veröffentlichungen

Literatur:

  • Hotline Hotel. In: Norber Miller, Joachim Sartorius (Hg.): "SpritZ (Sprache im
    technischen Zeitalter). Literaturzeitschrift des Literarischen
    Colloquiums Berlin. Nr. 189, März 2009, 47. Jahrgang.
  • Blindensuche. Minimelodrama. In: Shanghai Opera. Literatur in Mittelhessen. Zeitschrift des Literaturbüro Gießen, 2004
  • MATT. Kurzgeschichte. In: Treffpunkt der Sinne. Infobroschüre von Cross Art e.V. und Landestheater Coburg, 2002

Theorie:

  • Zwischen Meuten und Maschinen - Theater der Vernetzung. In: Theatralität Online. "Lingener Reihe für Theaterpädagogik". Schibri-Verlag, VÖ: Herbst/Winter 2009
  • Jens Heitjohann, Steffen Popp: Redirecting the Net - Theatrale Streifzüge zwischen Biotechnologie und Semiotik.
    In: Christoph Bieber, Claus Leggewie (Hg.): "Interaktivität. Ein
    transdisziplinärer Schlüsselbegriff". Reihe "Interaktiva". Campus
    Verlag, 2004
  • Shakespeare goes Gothic. Horror und Phantastik im Drama am Beispiel von King Lear. Schriftenreihe und Materialien der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Band 62. Wetzlar: Phantastische Bibliothek, 2004.

HÖRKUNST

helfersyndrom

Andere Medien

Frühe Verbrechen

HUMAN CHECKPOINT

>> Performance von Wu Wei Theater Frankfurt
>> nach dem Roman "Winter in Qualandia" von Lia Nirgad
>> Deutschsprachige Erstaufführung
>> mit Anja Bilabel, Nicole Horny, Angelika Sieburg
>> Ausstattung: Andrea Uhmann
>> Dramaturgie: Steffen Lars Popp
>> Sound: Oliver Augst, Marcel Daemgen
>> Dramat. Beratung: Heike Kortenkamp
>> Premiere am 09.09.10 im Studio des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt >> Weitere Vorstellungen: 10., 11. und 12. 09. / / 01., 02., 03. und 04.11. (Romanfabrik Frankfurt) / 09. und 10.11. (Ruhrfestspiele Recklinghausen) //

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Zur Bildergalerie [© Alexander P. Englert]

„Man kann es nennen, wie man will, doch letztlich gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Geh, wohin du willst, oder: Geh zurück, wo du herkommst.“

Eine Straßensperre der israelischen Armee zwischen Ramallah und Jerusalem: Täglich werden hunderte Palästi­nenser der Kontrolle unterzogen. Die SoldatInnen sind überfordert, bürokratisch, ag­gressiv. Eine dritte Partei mischt sich ein: die Frauen der Hilfsorganisation „Machsom Watch“ (Checkpoint Wache). Sie versuchen zu verstehen, zu helfen, zu schlichten. Drei von Ihnen ge­währen Einblicke in die hochexplo­sive Grenz-Situation, die aufgeladen ist mit Vorurtei­len, Bürokratie, Angst und Gewalt. Basierend auf dem protokollarischen Roman „Winter in Qualandia“ der Tel Aviver Journalistin Lia Nirgad wird der absurde Alltag an ei­nem Ort bezeugt, an dem sich die Emotionen und politischen Verhältnisse unserer Zeit ballen – exemplarisch für viele Orte auf der Welt, an denen Mensch und Macht aufeinandertreffen.

Vorbericht der FAZ: Der grosse Bruder scannt

HUMAN CHECKPOINT – WINTER IN QUALANDIA ist die erste Station einer dreiteiligen performativen Forschungsreihe. Drei Performerinnen machen sich als Protokollantinnen und Berichterstatter des Wandels auf den Weg, uns WELTENWENDENMENSCHEN in den Blick zu nehmen. Geht es im Erstling um den Menschen als Ohnmachtstier in der Grenz-Situation, untersuchen die folgenden Stationen den Menschen als Arbeits- und Gewohnheitstier und als utopisches Gemeinschaftstier der Zukunft. Die inhaltlichen wie äs­thetischen Erfahrungen jeder Station werden dabei stets in die nächste transportiert und dort weiter­verwandelt. So wird diese Projektreihe auf allen Ebenen und für Macher wie Zuschauer zu einer ge­meinsamen, kon­tinuierlichen Reise.

Gefördert von: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main, dem Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main „Jubiläumsprogramm 30 Jahre Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Yafo“, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft u. Kunst u. der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen

STERNE

>> Stück von Anja Hilling
>> mit Kathrin Sauerborn, Juliane Schwabe, Matthias Hinz, Hartmut Jonas
>> Ausstattung: Rahel Seitz
>> Dramaturgie: Julia Sievers
>> Premiere am 18.09.10 im Hexagon der Badischen Landesbühne Bruchsal >> Weitere Vorstellungen: 09.10. // 18., 20. und 31.01. / 09. und 16.02. / 13.04.  //

Das Ensemble

„Lasst uns keine Zeit verlieren.“

Zwei junge Paare, Jana und Kalle, Susann und Anton, treffen sich in einer lauen Sommernacht im Wald, um sich Sterne einzuschmeißen. Kalle will die Droge nicht schlucken, lieber auf seine große Liebe Jana aufpassen. Jana hat für solche Ritterlichkeit nicht viel übrig und macht sich ihre eigenen Gedanken. Anton findet, dass Susann jetzt aber mal fällig ist, sexuell gesehen. Susann flüchtet sich vor ihm auf einen Baum – und stürzt in den Tod.
Die Übriggebliebenen müssen nun lernen, die Trauer und die Schuldgefühle zu bewältigen: Die Ungewissheit über Unfall im Rausch oder Selbstmord. Immer tiefer verstricken sie sich in ihrem selbstzerstörerischen und ziellosen Beziehungsgeflecht, immer wieder treibt es sie zurück an den Ort, an dem sie ihre Unschuld verloren. Und über allem schwebt der Geist von Susann.

Ein tragischkomischer Abend zwischen YouTube-Movie, Jugendlicher Eskapade und bösem Traum vom Erwachsenwerden. Ist das Leben schon Reality-Soap oder doch noch ein einziger großer Rausch?

Mit knapper, lyrisch anmutender Sprache schafft Anja Hilling ein vielschichtiges Jugenddrama mit Humor und Tragik. Die junge Autorin schreibt mit einem undistanzierten, verständnisvollen, bisweilen schonungslosen Blick von innen, der ihre rastlosen Figuren so lebendig macht.

HEAVY METALL KIDS

>> ein Tonterror-Livehörspiel von Lars Popp und helfersyndrom, frei nach Motiven im Werk von William S. Burroughs
>> mit Susanne Zaun und Philipp Schulte
>> Dramaturgie: Julia Siebert
>> Premiere am 11.03.10 bei zeitraumexit Mannheim >> Weitere Vorstellungen 12. und 13.03. //

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Zur Bildergalerie [© Peter Empl]

„Der Weg nach draußen ist der Weg hindurch.“

Inspiriert von Motiven im Werk von William S. Burroughs diskutieren und gründen in HEAVY METALL KIDS zwei Jugendliche der iPod-Generation eine Ton-Guerilla mit dem Ziel einer „elektroakustischen Revolution“. Mit reichlich Trash-Ironie erzählt ihr Hör-Spiel von gemeinsamen
„Tonterror“-Aktionen, dem Aufruf und der Anleitung zum Mitmachen und schließlich der totalen Ton-Apocalypse.
Radio- und Podcast-Ästhetik begegnen sich in der gegenseitigen Verstrickung von Strategien des Widerstands und deren "cooler" Affirmation in der Popkultur.

Kritik des MANNHEIMER MORGEN: Lauschangriff mal anders
Interview mit dem SWR2 (Dschungelmagazin "Machete") vom 04.03. hören:

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COUNTRY MUSIC

>> Stück von Simon Stephens
>> mit Katharina Dalichau, Emilia Haag, Stefan Diekmann, André Felgenhauer
>> Ausstattung: Rahel Seitz
>> Dramaturgie: Alexandra Jacob
>> Premiere am 31.10.09 im Studio des Rheinischen Landestheaters Neuss
>> Weitere Vorstellungen: 06., 14. und 29.11. / 12. und 16.12. / 16. und 24.01. / 19.02. / 05.03. //

Das Plakat
Zur Bildergalerie [© BJörn Hickmann (Stage Pictures) / Rahel Seitz / rlt neuss]

Der achtzehnjährige Jamie wünscht sich mit seiner Freundin Lynsey ein besseres Leben weit weg von zu Hause: einen guten Job und ein Häuschen mit Garten. Um seine Träume zu verwirklichen, wird er gewalttätig: Mit einem geklauten Auto überfällt er die nächste Tankstelle und sticht den Jungen an der Kasse nieder. Doch einmal im Leben falsch abgebogen, geht auch alles weitere schief - und so findet sich Jamie einige Jahre später wegen Mordes im Gefängnis wieder. Er erfährt, dass Lynsey mit der gemeinsamen Tochter Emma woanders ein neues Leben ohne ihn angefangen hat.
Mit 39, endlich aus der Haft entlassen, sieht Jamie zum ersten Mal Emma wieder. Inzwischen ist sie erwachsen geworden und erinnert sich kaum noch an ihn. Droht auch sein letzter Traum - die Aussöhnung mit seiner Tochter - zu zerplatzen?

Kritik der DEUTSCHEN BÜHNE: Ohh...
Kritik der NEUSS-GREVENBROICHER ZEITUNG: Begierig nach Biederkeit
Kritik des WDR5 (Scala - Aktuelles aus der Kultur) vom 09.11. hören:

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Vorbericht der NEUSS-GREVENBROICHER ZEITUNG: Der Traum vom besseren Leben

COUNTRY MUSIC, eine Art Roadmovie, erzählt vom Erwachsenwerden, von unerfüllten Träumen und Fehlentscheidungen, aber auch von Hoffnungen und Sehnsüchten.

THE SPIRIT OF CRISIS auf der Get-Away-Gala 02

>> eine andertouristische Reise-Performance der geheimagentur
>> Erster Teil am 14.08., 21 Uhr (90 min) >> Zweiter Teil am 29.08., 20 Uhr (120 min) >> Jeweils Kampnagel Hamburg, Internationales Sommerfestival //

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Zur Bildergalerie [© Geheimagentur]

„Book your next escape on british airways.com!“– Ferien sind Flucht. Wir flüchten aus unbefriedigenden Wirtschaftsverhältnissen, wir wollen raus aus der Arbeit, der alltäglichen Verknappung von Geld, Zeit, Leben: Wir sind Wirtschaftsflüchtlinge. Doch kaum sind wir raus aus der einen Ökonomie, landen wir schon in der nächsten: An den Pool kommt man nur mit Chip-Karte, die meisten netten Locals müssen uns was verkaufen und wir verwandeln uns umgehend in Agenten „touristischer Erschließung“. Die Tourismus-Industrie ist eine Schlepperbande, die aus unseren Fluchtimpulsen ein Geschäft macht.
Zugleich ist Tourismus aber auch ein bisschen wie Theater: Resorts sind quasi die Musicals unter den touristischen Angeboten; die Tipps aus dem Reiseführer die Handlungsanweisungen der Performance Art. Höchste Zeit also, die „tourism art“ zu erfinden und mit ihr neue Fluchtwege. Mit DIE GET-AWAY-GALA 01 veranstaltet die geheimagentur einen Crashkurs in Tourism Art und vergibt Stipendien für Forschungsreisen in einen anderen Tourismus. Und wenn am Ende des Festivals alle wieder da sind, dann feiern wir die GET-AWAY-GALA 02: Urlaub als Kunstform.

helfersyndrom war an der GET-AWAY-GALA mit dem Forschungsbeitrag / dem Fluchthilfe-Travelguide "reykjavik: THE SPIRIT OF CRISIS" beteiligt, hier ein Ausschnitt aus der Installation:

"KUNST"

>> Stück von Yasmina Reza
>> mit Klaus-Michael Nix, Paul Steinbach, Tim Olrik Stöneberg
>> Licht: Klaus Pahlke >> Kostüme: Carola Vollath
>> Premiere am 29.09.07 im Studio des Theaters Trier
>> Weitere Vorstellungen: 05. und 12.10. / 21. und 29.11. / 01., 06., 08., 11., 14. und 21.12. // 2008: 05. und 13.01. / 02., 23. und 29.02. / 14., 15., 20., 24. und 29.03. / 02., 13. und 28.04. // 13., 20., 26. und 28.09. / 10., 12. und 23.10. / 08., 16. und 29.11. / 20.12. // 2009: 08. und 17.01. // 02., 09., 12., 19. und 30.04. / 17. und 28.05. /
03., 06., 10., 16., 24. und 27.06. / 03.07. // WA: 04.10. / 01.11. / 19.12. / 24.01. / 20.02. / 25.03. / 15.04. / 04. und 13.05. / 18.06. //

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Zur Bildergalerie [© ensch:media]

Eine Katastrophe wegen einer weißen Holzspanplatte: Serge hat sich ein Monochrom - ein völlig weißes Bild - gekauft. Marc wittert hinter dieser Investition keine Kunstleidenschaft, sondern bestenfalls dekadente Allüren - und somit das Schlimmste, was einer Freundschaft passieren kann: Unehrlichkeit. Yvan wird als dritter im Bunde immer tiefer in den nun aufflammenden Konflikt hineingezogen. Während ein Kampf um persönliche Ideale entbrennt und das leere Bild zum Auslöser absurdester Boshaftigkeiten wird, steuert die langjährige Freundschaft scheinbar unweigerlich einer Katastrophe entgegen...

Vorbericht des TRIERISCHEN VOLKSFREUNDS: Kunstdisput mit Folgen
Jubiläums-Bericht des TRIERISCHEN VOLKSFREUNDS: Die Kaffeemaschine heißt Huguette
Kritik des TRIERISCHEN VOLKSFREUNDS: Ein Bild, drei Männer und die Freundschaft
Kritik von 16VOR.DE: Die Kunst des Verstehens
Kritik von HUNDERTTAUSEND.DE: Trio mit Kloschüssel

CONTROL.REMOTE.

control.remote.

>> Tanzperformance von Profi Kollektion
>> mit Vivien van Deventer und Isabelle Drexler
 >> Sound/Programmierung: Falk Hübner >> Ausstattung/Bild: Katja Kämmerer >> Dramaturgie: Steffen Popp >> Regie: Jan Deck, Katja Kämmerer
>> Premiere am 16.04. im Gallustheater, 20 Uhr >> weitere Vorstellungen: 17. und 24.04. // sowie am 21. (21.30 Uhr) und 23.05. (18.00 Uhr) in den Landungsbrücken //

Du, dein Körper und die Maschine: Eine binäre ménage à trois, ein Amalgam aus Tech-Prothesen und Projektionen in den Cyberraum. Zwei Performerinnen im Technologie-Geflecht, im Spiel von Verschaltung und Überlagerung - Microsl@ves oder Cyborgbodies, das ist hier die Frage.
Wohin wird die Reise gehen, wenn alles und jeder schon drin ist, im digitalen und kapitalen Netz. Ein Abend zwischen Automaten, Schweißflecken, kybernetischen Sounds und angewandter Informationstheorie - im Wettstreit von Zufall und Programmierung.

DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

>> Stück von Gunnar Dreßler / Hans Weingarnter
>> mit Rabea Wyrwich, Ekrem Ergün, Helge Gutbrod und Stefan Holm
>> Ausstattung: Ines Unser
>> Premiere am 24.01.09 im Hexagon der Badischen Landesbühne Bruchsal >> Weitere Vorstellungen im Hexagon: 30. und 31.01. / 06., 07., 13., 22., 26. und 27.02. / 04., 14., 19., 26. und 29.03. / 05. und 29.04. / 05.05.  //

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Zur Bildergalerie [© Ines Unser / Peter Empl]

„Jedes Herz ist eine revolutionäre Zelle.“

Jan, Peter und Jule sind mit der Besitzverteilung in der Welt unzufrieden. Sie tun das ihre, um die Verhältnisse zu ändern: Jule verteilt bei Demonstrationen gegen Ausbeutung Flugblätter. Jan und Peter brechen in die Häuser reicher Leute ein, wo sie Möbel verrücken, Bilder umhängen und Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ hinterlassen und ihre Werke mit „Die Erziehungsberechtigten“ signieren.

Kritik der BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN: Bruchsal: Film wird Theater
Kritik der FRÄNKISCHEN NACHRICHTEN: Gesellschaftskritik mit leisen Zwischentönen
Kritik/Bericht der Theaterscouts der Badischen Landesbühne: Erziehung mal anders / Theater hautnah!

HAUS DER HALLUZINATIONEN

Roman in Arbeit.

+++ Stellt euch vor: die Erde +++ Europa, die Alpen +++ Stellt sie euch vor – die Schwei­zer Alpen +++ Dort stellt euch ein abgelegenes Seitental vor, wie eine Scharte im Biss der Berner und Walliser Berg­reihen +++ Der Glet­scher, dessen Kriechung sich hier ein­gekerbt hat, schmolz über die Zeit ein Stück ab und hinterließ einen Fluss +++ Am hinteren Ende das Tals und Ursprung des Flusses, stellt euch auf dem südlichen Schatt­hang ein Hotel inmitten der eisi­gen Witte­rung vor; in seinem Rücken von Fich­ten und Lärchen umstellt, ein paar kleine Chalets an seiner steinernen Seite +++ Es blickt herab auf das Tal, auf das Blau-, Dick- und Höckerhorn ihm gegenü­ber und zum Glet­scher zu seiner Rech­ten hin­auf +++ Grand Hotel Paramontana steht auf einem Schild über dem Eingang +++ So riefen es noch die Men­schen, als es begann +++

Schnelle geschickte Schnitte, sieben Haupt-, zahlreiche Nebenfiguren. Ihre Wege kreuzen sich in einem Hotel tief in der Schweiz. Da liegt es, einsam – und ist doch verbunden mit der Welt. Hier wird versteckt, spioniert, geforscht. Erholung? Aber ja. Winter 1996, die Bilder- und Überwachungszeit beginnt, die New Econo­my boomt. Spitzel, Sex and Drugs, ein Alter, ein Fremder, Wetter und Geld. Dazu ein Kind sowie ein undurchsichtiger Hotelbesitzer. Das Paramontana, ehrwürdig, ein wenig, alt, exzentrisch im Schnee gelegen, spekuliert. Vor allem aber hört es – und wird klüger.
Und wir erraten den Rest. Denn wie jeder Horrorfilm lehrt, wie jede Komödie zeigt: nichts ist schöner, als selbst die Puzzleteile zusammenzusetzen und die ei­gene Phantasie spannungsvoll in Gang gebracht zu sehen.
(Ulrike Draesner)

Der Aufbruch ins Internet- und Globalisie­rungs-Zeital­ter mit seinem Auflösungsprozess alter Gewissheiten – und die dagegen verbindende Kraft des Hörens: Mehrere Perso­nen treffen im Februar 1996 unverhofft im Hotel Paramontana, gelegen in einem ver­schlafenen Schwei­zer Alpental, aufeinander. Unvermeidlich enthüllen sich auf engem Raum und im Lauf einer turbulenten Woche nicht nur all ihre akustischen Vorlieben, Sinnsuche­reien und Phantasie-Projektionen, es wird auch manche Fra­ge an unsere di­gitale Zukunft, um die heute erbitterte Kämpfe toben, mit viel Hoffnung aber auch Nai­vität erstmals diskutiert – bis sich im rauschenden Fa­schings-Finale die Zukunft als selbst im Herrgottswinkel längst schon anwesend entpuppt.
HAUS DER HALLUZINATIONEN
ist Teil einer losen Tri­logie, die sich mit den Auswirk­ungen der Digitalisie­rung/Vernetzung auf unser Leben und unsere mediale Wahr­nehmung der Wirk­lichkeit um die Jahrtausend­wende beschäftigt.

Die Arbeit an HAUS DER HALLUZINATIONEN wurde gefördert von der"Autorenwerkstatt Prosa" 2008 des Literarischen Colloquiums Berlin. Ein Textauszug ist auch im Märzheft der vom LCB herausgegebenen „Sprache im technischen Zeitalter" (SpritZ) nachzulesen. Außerdem gibt es eine Audio-Leseprobe auf literaturport.de.


Auszug als PDF

Interessierte Verlage können das vollständige Manuskript bzw. ein Exposé mit weiteren Leseproben gerne hier bei mir anfordern.

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