UNzufriedenheit

Jetzt ist es amtlich: eine neue Studie mit dem schönen Titel “The happiness–income paradox revisited” hat das Easterlin-Paradox aus dem Jahr 1974 erneut bestätigt, wonach Wirtschaftswachstum (und zwar, das ist neu: für alle Arten von Staaten) nicht notwendigerweise langfristig zu mehr Zufriedenheit führt. Die Details sind auf Telepolis nachzulesen.
Wenn nun aber Wirtschaftswachstum respektive Einkommens- und Güterzuwachs kein Faktor ist, der zu größerer Lebenszufriedenheit führt – auf welche gesellschaftlichen Fragen müssen wir uns dann konzentrieren, um eine bessere Gesellschaft zu erreichen?
Immerhin liegt nun endlich für alle auf dem Tisch , dass aus dem pursuit of happiness nicht automatisch der für alle profitable Egoismus des Einzelnen abgeleitet werden kann. Neue Gesellschaftsrezepte für den glücklichen Menschen müssen her.

Kommentare (2)

  1. Wachstum geht nicht über alles, meint nun auch die Weltbank. Siehe den Artikel Schaffung von Arbeitsplätzen geht vor Wachstum? auf telepolis.

  2. Pinkback: UNproduktion, UNterversorgung, UNheberrecht | popp-ART